Edelsteinlexikon

Edelsteinlexikon

A

Achat

Der Achat ist ein vergleichsweise großer Stein, der vor allem durch seine schöne, streifige Zeichnung besticht.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: alle Farben, mit teils phantasievollen Zeichnungen

Eigenschaften: Damit dieser Edelstein seinen besonderen Reiz entfalten kann, wird er meist in dünne Scheiben geschnitten und poliert. Durch diese Technik werden die an Wachstumsringe eines Baumes erinnernden, verschiedenfarbigen Bänder in seinem Inneren besonders schön sichtbar. Um zusätzliche farbliche Akzente zu setzen, wird der Achat oftmals künstlich eingefärbt.

Vorkommen: Heute wird der Achat vor allem in riesigen Lagerstätten in Brasilien und Uruguay gewonnen.

Geschichte: Die historisch wichtigste Fundstätte ist Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz. Inzwischen sind die dortigen Vorkommen erschöpft, die Stadt ist jedoch ein bedeutendes Zentrum der Achatbearbeitung geblieben. Ein Achat von außergewöhnlicher Größe wurde 1902 auf einer Düsseldorfer Ausstellung präsentiert: Er kam auf das sagenhafte Gewicht von 35 Tonnen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Man sagt dem Achat nach, er helfe bei Depressionen, stärke die Willenskraft und fördere das Erinnerungsvermögen.

Alexandrit

Der Alexandrit ist ein seltener, sehr harter Edelstein, der bei Tageslicht grün und bei künstlichem Licht rot scheint (siehe auch: Chrysoberyll).

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 8,5

Farbe: changiert bei Tageslicht grünlich, bei Lampenlicht rötlich

Eigenschaften: Der Alexandrit ist eine Farbvarietät des Chrysoberyll. Das Besondere an ihm ist seine erstaunliche Fähigkeit, die Farben zu wechseln. Bei Tageslicht erscheint er grün, bei künstlichem Licht oder Kerzenlicht wechselt seine Farbe zu einem sanften Rot, Rot-Violett oder Violett-Grau. Die Ursache für dieses faszinierende farbliche Wechselspiel ist seine Eigenschaft, das unterschiedliche spektrale Helligkeitsmaximum des Tages- und des künstlichen Lichtes spezifisch zu reflektieren. Er wirkt also wie ein Filter, der nur noch rotes oder grünes Licht durchlässt.

Vorkommen: Der Alexandrit wird vor allem in ausgedehnten Smaragdgruben im Ural gefunden.

Geschichte: Woher der Name stammt, ist nur im Kern gesichert – nämlich von Zar Alexander II. (1818-1881). Welchem Anlass der Stein aber konkret seine Anlehnung an den Namen des russischen Herrschers verdankt, ist umstritten. Mal heißt es, der Stein habe anlässlich der Volljährigkeit des jungen Zaren dessen Namen bekommen. Dann wieder, er sei am Tag seiner Großjährigkeitserklärung entdeckt worden. In jedem Falle wohnte der Benennung des Steins nach dem russischen Zaren ein hoher symbolischer Wert inne, da die beiden Farben Rot und Grün damals auch die Hauptfarben der russischen Nationalflagge waren. So konnte man durch die Benennung des Alexandrits die Einheit von Zar und Land symbolisieren.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Alexandrit soll angeblich die Intuition seines Trägers sowie die Kreativität fördern und die Phantasie anregen.

Amethyst

Der Amethyst ist der begehrteste Stein aus der Familie der Quarze und besticht durch sein ausgesprochen klares, leuchtendes Violett.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: violett

Eigenschaften: Der Amethyst war aufgrund seiner Schönheit und Reinheit seit jeher ein begehrtes Juwel von kirchlichen und weltlichen Fürsten. Durch sein strahlend-violettes Leuchten dominiert er das Erscheinungsbild der mit ihm Geschmückten wie kaum ein anderer Edelstein. Er ist ein Stein, der sich und seine Trägerin oder seinen Träger in den Mittelpunkt stellt, der fokussiert und hervorhebt.

Vorkommen: Die wichtigsten Vorkommen befinden sich in Brasilien und Madagaskar.

Geschichte: Sein Name stammt aus dem Griechischen "Amethyein" was soviel wie "dem Rausche entgegenwirkend" heißt und den alten Glauben ausdrückt, dass sein Träger gegen die berauschende Wirkung von Wein gefeit sei. Seit dem Mittelalter wurde er häufig von Kardinälen und Bischöfen getragen. Diesen galt und gilt er als heiliger Stein, weil er in der Bibel als einer der zwölf Steine genannt wird, mit denen die Brustschilde der Priester Jahwes geschmückt gewesen sein sollen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Steinheiler schreiben dem Amethyst eine ernüchternde und reinigende Wirkung zu. Der Amethyst ist der Glücksstein der im Monat Februar Geborenen.

Anyolit

Die grüne Farbvarietät des Zoisit.

-> siehe: Ziosit

Apatit

Den Apatit als solchen gibt es eigentlich nicht. „Apatit“ ist vielmehr eine Sammelbezeichnung für Fluorapatit, Chlorapatit und Hydroxylapatit aus der Apatit-Pyromorphit-Gruppe.

Mineralgruppe: Phosphate, Arsenate, Vandate

Härte nach Mohs: 5

Farbe: dunkelblau, braun, grau, violett, rötlich, grün, weiß, gelb oder farblos

Eigenschaften: Apatite zeigen sich in den vielfältigsten Erscheinungsformen. Sie decken nahezu das gesamte Farbspektrum ab und lassen sich daher auch ausgesprochen vielfältig verwenden. Als Schmucksteine beispielsweise mit Katzenaugeneffekt erfreuen sie sich in jüngster Zeit zunehmender Bedeutung.

Vorkommen: Große Vorkommen gibt es in Brasilien, Kanada und Russland.

Geschichte: Apatit bedeutet „Täuscher“ (griechisch: apatao = täuschen). Diesen Namen erhielt das Mineral 1786 durch Abraham Gottlob Werner, da Apatit auf Grund seiner „täuschenden Ähnlichkeit“ in der Vergangenheit oft mit anderen Mineralien (meist Beryll) verwechselt wurde.

Mythen, Legenden und Astrologie: Den Apatiten sagt man die verschiedensten positiven Wirkungen nach. So sollen sie für Kontaktfreudigkeit, Zielstrebigkeit und Flexibilität sorgen.

Aquamarin

Vom strahlenden Blau eines wolkenlosen Sommerhimmels bis zum Tiefblau der Ozeane – kaum ein anderer Stein hat solch betörende Blautöne zu bieten!

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 8

Farbe: blassblau, blau, blaugrün bis meerblau

Eigenschaften: Als „Edelstein gewordenes Wasser“ regt der Aquamarin seit jeher die Fantasie der Menschen an. Sein feines Blau harmoniert mit fast jeder Haut- und Augenfarbe und inspiriert die Edelsteindesigner aus aller Welt zu immer neuen Kreationen.

Vorkommen: Die bedeutendsten Aquamarin-Lagerstätten befinden sich in Brasilien, Madagaskar, Russland und in den USA.

Geschichte: Aquamarin war den Griechen und Römern seit dem dritten Jahrhundert v. Chr. bekannt. Insbesondere Gemmen wurden oft aus Aquamarinen geschnitten. Deren Motive hingen häufig mit dem Meer zusammen, da die Farbe des Steins an Meerwasser erinnert. Der Name kommt folgerichtig aus dem lateinischen „aqua“ = Wasser und „mare“ = das Meer, was soviel wie Meerwasser bedeutet. Aquamarin wird recht häufig in großen Kristallen gefunden, die mehr als einen Meter lang sein können. Ein besonders großer Kristall mit einem Gewicht von rund 61 kg wurde in Brasilien in der Nähe von Belo Horizonte gefunden.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Aquamarin verspricht alter Überlieferung nach eine glückliche Heirat und macht seinen Träger froh und reich. Außerdem soll er auf Seereisen vor Unglück schützen. Der Aquamarin ist der Glücksstein der im Monat März Geborenen.

Aragonit

Aufgrund seiner verschiedenen Farbvarianten und seiner oft interessanten Maserung ist der wunderbar glänzende Aragonit zu einem beliebten Schmuckstein geworden.

Mineralgruppe: Nitrate, Carbonate, Borate

Härte nach Mohs: 4

Farbe: weiß, farblos, seltener durch Einschlüsse anderer Mineralien farbig (gelb, grün, rot, blau, schwarz)

Eigenschaften: Der Aragonit ist ein wahrer Verkleidungskünstler: Er kommt als Ergussgestein vor, als sogenannte Eisenblüte und als Sprudelstein in Thermalquellen. Besonders gut eignet er sich als Material für Schnitzarbeiten, da er wie Marmor wunderbar glänzend poliert werden kann. Es werden daher besonders schöne dekorative Tischplatten, Skulpturen und andere kunstgewerbliche Gegenstände aus ihm hergestellt.

Vorkommen: Die schönsten Aragonite findet man in Spanien, in Marokko, in Deutschland und in Italien.

Geschichte: Seine Namensherkunft ist umstritten. Manche Quellen sagen, er sei nach seinem Entdecker Francois Arago benannt, andere behaupten, dass das Mineral nach der spanischen Region Aragonien, seinem historischen Hauptfundort, benannt wurde. Da er auch im tschechischen Karlsbad gefunden wurde, wurde er früher auch Karlsbader Sprudelstein genannt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Man sagt dem Aragonit nach, er könne gegen Müdigkeit helfen und Emotionen stabilisieren.

Aventurin

Der Aventurin ist eine Quarz-Varietät mit ausgeprägtem Glitzern.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: meist mittel bis dunkelgrün, auch orange bis rot mit teils kräftigem Glitzern

Eigenschaften: Wenn es um den Glitzerfaktor geht, ist der Aventurin ganz klar die Nr. 1 unter den Edelsteinen. Dieses Charakteristikum verdankt er winzigen Einschlüssen. Normalerweise handelt es sich dabei um Glimmer, aber auch andere Mineralien können vorhanden sein. Der Stein wird oft in großen Blöcken gefunden, die sich gut zu polierten Scheiben, zu Schalen und vielen anderen dekorativen Artikeln verarbeiten lassen. Auch kleinere Stücke lassen sich gut bearbeiten: Aventurin wird oft zu Cabochons geschliffen oder zu Kameen verarbeitet.

Vorkommen: Aventurin findet sich in größeren Massen besonders am Ural sowie in Indien.

Geschichte: Der Aventurin ist den Menschen seit ältesten Zeiten bekannt. In China und im Mittelmeerraum hat man bearbeitete Stücke gefunden, die mindestens auf das 3. Jahrtausend vor Christus zurückgehen. Sein heutiger Name hingegen ist jüngeren Datums: In Murano bei Venedig wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts zufällig (italienisch: „a ventura“) ein rotgold schimmerndes, undurchsichtiges Glas erzeugt, nach dem der erst später für das neuzeitliche Schmuckhandwerk wiederentdeckte Aventurin benannt wurde, weil er die gleiche Farbgebung besaß.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Aventurin soll beruhigend wirken und wird deshalb auch „Einschlafstein“ genannt. Er ist der Glücksstein der im Monat August Geborenen.

B

Bergkristall

Für die Griechen der Antike war der Bergkristall der Stein der Götter. Heute verbreitet er sein reines, weißes Leuchten vor allem bei Modeschmuck.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: farblos

Eigenschaften: Seine Härte, seine Klarheit und sein verbreitetes Vorkommen machen den Bergkristall zu einem idealen Schmuckstein: gut zu bearbeiten, schön in der Wirkung und nicht zu teuer. Er lässt sich zu kunstvollen Vasen, Krügen, Schalen und Bechern verarbeiten oder zu Diamant-Imitaten schleifen.

Vorkommen: Heute findet man den Bergkristall vor allem in Brasilien, auf Madagaskar, in der Schweiz und in Sri Lanka.

Geschichte: Die alten Griechen glaubten, bei dem in kalten Bergeshöhen zu findenden „krystallos“ handle es sich um steinhart gefrorenes Eis, das nie mehr auftauen könne. Und weil selbst die Glut der Sonne den Bergkristall nicht zerstören könne, hätten die Götter ihr Domizil auf dem Olymp daraus errichtet. Lange und oft wurde Bergkristall dem Diamanten gleichgesetzt oder mit ihm verwechselt – auch mit Arglist: Denn reich facettiert kann der Bergkristall durchaus „Feuer sprühen“.

Mythen, Legenden und Astrologie: Man sagt dem Bergkristall nach, er könne zu einer klaren Wahrnehmung verhelfen und zur inneren Wahrheit führen. Er soll Energie spenden und vitalisierend wirken. Der Bergkristall ist der Glücksstein der im Monat April Geborenen.

Bernstein

Das Bernsteinzimmer (jetzt in St. Petersburg rekonstruiert) machte den Bernstein zur Legende. Aber auch ohne dieses honigfarbene Wunder ist das „Gold des Nordens“ von ganz besonderem Reiz.

Mineralgruppe: -- (fossiles Harz)

Härte nach Mohs: 2-2,5

Farbe: hellgelb, braun, auch andere Farben möglich

Eigenschaften: Neben seiner angenehmen, honiggelben Farbe sind es vor allem die Einschlüsse, die den Bernstein so individuell und besonders machen. Als fossiles, erhärtetes Harz der Kiefer entstand er vor ca. 50 Millionen Jahren und konservierte in seinem Inneren die verschiedensten urzeitlichen Blätter und Insekten. Diese von Experten als „Inklusen“ bezeichneten Einschlüsse erlauben einen spannenden Einblick in die Flora und Fauna der Urzeit und machen auch den Reiz des Bernsteins als Schmuckstück aus.

Vorkommen: Die größten Fundstätten befinden sich in Russland und am Boden der Ostsee. Bei starken Sturmfluten werden noch heute große Bernsteinstücke vor allem an den polnischen Küsten an Land gespült.

Geschichte: Der Name Bernstein stammt aus dem Niederdeutschen „bernen“ was soviel wie „brennen“ bedeutet, denn Bernstein ist so leicht brennbar, dass man ihn sogar mit einem Streichholz entzünden kann. Die Griechen nannten den Bernstein „Elektron“ und kreierten damit den Wortstamm unserer „Elektrizität“. (Reibt man die Oberfläche eines Bernsteins mit einem Tuch, wird der Stein negativ aufgeladen und zieht Papierschnipsel an.)

Mythen, Legenden und Astrologie: Man sagt dem Bernstein nach, er verhelfe zu einer harmonischen Ausstrahlung und kräftige seinen Träger im seelischen Bereich. Außerdem wirke er Sorgen entgegen.

Beryll (Edelberyll)

-> siehe auch: Aquamarin

-> siehe auch: Smaragd

Die Familie der Berylle hat noch mehr zu bieten als das Blau des Aquamarins und das Grün der Smaragde: Die Edelberylle leuchten in sämtlichen Farben!

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7-8

Farbe: gelb, golden, grün, violett, rosa, rot

Eigenschaften: Genauso wie der Aquamarin und der Smaragd gehört der Edelberyll zu den Beryllen und hat mit Ausnahme der Farbe die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften. Im Grunde genommen handelt es sich beim Edelberyll um all jene Farbvarietäten des Berylls, die nicht blau oder grün sind. Hierzu zählen der rosafarbene bis violette Morganit, der gelbgrüne Heliodor, der farblose Goshenit, der goldgelbe Goldberyll und der seltene rote Beryll. Rechteckige oder quadratische Treppenschliffe bringen die Schönheit dieser wundervollen Steine besonders gut zur Geltung.

Vorkommen: Die bedeutendsten Edelberyll-Lagerstätten befinden sich in Brasilien, auf Madagaskar, in Russland und in den USA.

Geschichte: Die Geschichte der Edelberylle ist vor allem eine der Streitigkeiten rund um die richtige Einordnung des jeweiligen Steins in das Beryll-System: Wann ist ein grüner Beryll noch ein Edelberyll und wann wird er zum Smaragd? Lässt sich der Heliador wirklich vom Goldberyll abgrenzen, usw.? Letzten Endes darf man als Edelsteinliebhaber solche Zwistigkeiten aber einfach vergessen: Denn die Hauptsache ist doch, dass einem der gewählte Stein gefällt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Edelberyll soll gegen Heimweh helfen und Gereiztheit lindern.

Blautopas

Hellblaue Varietät des -> Topas.

Brilliant

siehe: Diamant

C

Carneol

-> siehe auch: Chalzedon

Der Carneol ist die rote Farbvarietät des Chalzedon. Er besticht durch seine dezente Erscheinung und fasziniert zugleich durch sein lebendiges Rot-Orange.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 6,5-7

Farbe: fleisch- bis braunrot

Eigenschaften: Obwohl die Gruppe der orangefarbenen, rötlichen und roten Edelsteine mit Rubin, Granat, Feueropal und anderen Steinen gut besetzt ist, muss der Carneol die Konkurrenz nicht fürchten. Denn seine eher milchige Konsistenz und sein matter Glanz verleihen ihm gegenüber den glasklar funkelnden Mitbewerbern einen deutlich dezenteren Ausdruck und damit einen ganz besonderen Reiz. Es macht ihn zu einem sehr damenhaften Stein voller Understatement.

Vorkommen: Die schönsten Carneole findet man in Indien. Andere bedeutende Fundstellen sind in Nordafrika, Russland und vor allem Brasilien.

Geschichte: Der Carneol trägt den Namen aufgrund seiner Farbe, wobei nicht sicher ist, ob dieser sich vom lateinischen „cornum“ = Kornelkirsche oder „carneolus“ = fleischfarben ableitet. In der Antike gehörte er zu den am höchsten geschätzten Schmucksteinen überhaupt: Die Ägypter sahen in ihm den Stein der Erneuerung und der Treue und maßen ihm göttliche Energie bei. Er war auch eine beliebte Grabbeigabe und sollte das Leben im Jenseits sorgenfrei gestalten. Den Griechen wiederum galt er seiner Farbe wegen als Symbol der wiederkehrenden Sonne und wurde gleichfalls hoch verehrt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Carneol steht für Vitalität, er soll Mut vermitteln und den Gemeinschaftssinn fördern. Er ist der Glücksstein der im Monat Juli Geborenen.

Chalzedon

Matt glänzender Schmuckstein für den dezenten Auftritt. In den verschiedensten Farben vorkommend und oft mit schöner Maserung versehen.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 6,5-7

Farbe: verschiedenfarbig, meist gefärbt

Eigenschaften: Der Chalzedon ist wegen seines Farbenreichtums, seiner häufig vorkommenden Maserungen und seiner gedämpften Ausstrahlung ein ausgesprochen beliebter Schmuckstein. Aus ihm werden Kameen, Ringsteine, Siegelsteine und viele andere Schmuck- und Gebrauchsgegenstände gefertigt. Besonders große Stücke dienen auch als Material für edle Säulen, architektonischen Zierrat, Tischplatten und Vasen.

Vorkommen: Die Hauptvorkommen des Chalzedon variieren je nach der vorherrschenden Farbe: Blaue Steine findet man vor allem in Namibia, der Türkei und Indien, rosafarbene in der Türkei, rote in Russland und Indien und dunkelgrüne in Brasilien.

Geschichte: Der Name Chalzedon geht wahrscheinlich auf die griechische Stadt Kalchedon am Bosporus zurück, wo der Edelstein in der Antike abgebaut wurde. Der Chalzedon wurde bei den Griechen auch als „Rednerstein“ bezeichnet, da er die Fähigkeit zu kommunizieren verbessern und Leichtigkeit, Offenheit, Kontaktfreudigkeit und Verständnis bewirken sollte. Außerdem galt er als "Stein des Wetters" und wurde gegen wetterbedingte Störungen eingesetzt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Chalzedon bewahrt nachts angeblich vor Angstträumen und hilft in seiner rosafarbenen Varietät bei Konzentrationsschwäche. Der blaue Chalzedon wiederum soll bei Nervosität besonders zu empfehlen sein.

Chrysoberyll

-> siehe auch: Alexandrit (rot-grüne Farbvarietät)

-> siehe auch: Katzenauge (Varietät mit Lichteffekten)

Sehr harter, wunderbar zu schleifender Edelstein mit großer Farbvarianz.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 8,5

Farbe: goldgelb, grüngelb, grün, bräunlich, rot und farblos.

Eigenschaften: Der Chrysoberyll ist ein sehr harter Edelstein und äußerst beständig. Die einzigen noch härteren natürlichen Stoffe sind Diamant und die Mineralien der Korund-Familie, zu denen Rubine und Saphire gehören. Seine beiden bekanntesten Vertreter sind das Katzenauge und der Alexandrit, die in diesem Lexikon separat beschrieben werden.

Vorkommen: Primäre Vorkommen liegen in Brasilien und Sri Lanka.

Geschichte: Eigentlich sollten sich bei dieser Namensgebung alle Berylle bis auf den goldfarbenen beleidigt abwenden und sich eigene Namen geben lassen. Schließlich bedeutet Chrysoberyll „ Goldberyll“ und leitet sich von griechisch „chrysoso= Gold ab. In der Antike stand der Name auch tatsächlich ausschließlich für den goldfarbenen Beryll und wurde erst durch A. G. Werner im 18. Jahrhundert auf den Edelstein in all seinen Farbvarietäten übertragen. Besonderer Berühmtheit erfreut sich der makellose Hope-Chrysoberyll, der sich in London befindet – ein hellgrüner, facettierter Stein von unglaublichen 45 ct.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Chrysoberyll bewirkt angeblich Veränderungen im Energiehaushalt des Körpers und soll so für wärmere Hände und Füße sorgen. Außerdem sagt man, er könne die Konzentration fördern.

Chrysopras

Er ist der wertvollste Stein aus der Gruppe der Chalzedone und zu Recht seit Alters her ein begehrter Schmuckstein.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 6,5-7

Farbe: grün

Eigenschaften: Obgleich der Chrysopras in seiner milchigen Erscheinung zurückhaltend und dezent wirkt, lässt er sich nicht gerne neben andere Steine setzen. Ganz allein im Mittelpunkt eines Schmuckstückes hingegen entfaltet er seinen vollen Charme. Dann wirkt er wie ein Stein gewordener Tropfen aus einem stillen Bergsee: beruhigend, entspannt und unaufdringlich.

Vorkommen: Der Chrysopras wird vor allem in Fundstätten in Australien, Polen, den USA und Tansania abgebaut.

Geschichte: Der Name Chrysopras besteht aus den griechischen Begriffen chrysos (Gold) und prasios (lauchfarben) und könnte darauf anspielen, dass in diesem lauchgrünen Edelstein hauchfeine goldene Tröpfchen zu schweben scheinen. Schon die alten Chinesen verarbeiteten Chrysopras in großem Umfang und auch die Ägypter verwendeten diesen edlen Stein gerne zur Herstellung von Schmuckstücken. Bei den Griechen war er sogar gleich viel wert wie Gold. Im Mittelalter gehörte der Chrysopras zu den wertvollsten und am meisten geschätzten Edelsteinen: Man glaubte, dass er seinem Träger eine gute Gesundheit und eine stabile Ehe schenken würde.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Chrysopras ist der Glücksstein der im Monat Mai Geborenen.

Citrin

Viele gelbe Edelsteine gibt es nicht im Reich der Juwelen. Daher ist der Citrin auch so beliebt und als Schmuckstein unverzichtbar.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: zitronengelb bis gelbbraun

Eigenschaften: Wie alle Kristallquarze hat der Citrin die Härte 7 und ist damit gegen Kratzer weitgehend unempfindlich. Die gelben Steine haben einen warmen Schimmer, der auch an trüben Tagen einen Hauch von Sonnenglanz ins Herz bringt. Die begehrtesten Citrine sind hellgelb, aber in dieser Varietät kommen sie in der Natur nur extrem selten vor. Da Citrin generell nicht so häufig gefunden wird, stellt man ihn künstlich her. Bei dem Citrin, der im Handel angeboten wird, handelt es sich daher meist um Amethyst oder Rauchquarz, der zur Veränderung seiner Farbe bei Temperaturen um 450°C gebrannt wurde. Den Unterschied zu einem natürlich entstandenen Citrin kann jedoch nur ein geübter Fachmann erkennen.

Vorkommen: Natürlicher Citrin kommt vor allem in Spanien, auf Madagaskar und in Brasilien vor.

Geschichte: Seinen Namen verdankt der Citrin dem lateinischen "citrus"= Zitrone. Der Name ist allerdings etwas irreführend, da die meisten Citrine ins Rötliche tendieren. Seinen großen Durchbruch auf dem europäischen Schmuckmarkt erlebte der Edelstein erst in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts, als ausgewanderte Idar-Obersteiner Achatschleifer große Mengen Citrin aus Südamerika in die alte Heimat schickten. So trugen die goldgelben Quarze mit dazu bei, dass sich Idar-Oberstein zu einem Weltzentrum der Edelsteinverarbeitung entwickelte.

Mythen, Legenden und Astrologie: In der Heilstein-Therapie sagt man dem Citrin nach, er könne sensiblen Menschen innere Stärke spenden.

Cordierit

-> siehe: Iolith

D

Diamant

Kein anderer Stein ist härter, kein anderer Stein funkelt intensiver, kein anderer Stein ist so begehrt. Es bleibt dabei: „Diamonds are a girl’s best friend!“

Mineralgruppe: Elemente

Härte nach Mohs: 10

Farbe: alle Farben möglich

Eigenschaften: Er ist zweifellos der König der Edelsteine! Besonders berühmte Diamanten haben sogar eigene Namen, wie beispielsweise der „Koh-I-Noor“. Ein Flair des Märchenhaften umgibt sie und sie sind oft Legenden. Dank seiner Härte gilt der Diamant als Symbol der unzerbrechlichen Liebe und ist traditioneller Schmuckstein von Verlobungs- oder Eheringen. Tatsächlich ist er aber nicht nur der härteste aller Edelsteine, sondern aufgrund seiner fantastischen Lichtbrechung auch der funkelndste und wertvollste.

Vorkommen: Die größten Diamantenvorkommen befinden sich in Australien, Russland, Südafrika und Namibia.

Geschichte: Sein Name stammt aus dem Griechischen und bezieht sich auf seine Härte: „adamas“, „der Unbezwingbare“. Der erste überlieferte Diamantenfund stammt aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. aus Indien. Bereits damals sagte man Diamanten magische Wirkungen nach, weshalb man sie auch als Talismane nutzte. Diamanten waren auch bei den alten Römern bekannt und wurden sehr geschätzt. Erst im 13. Jahrhundert entdeckte man, dass sich Diamanten bearbeiten lassen. Der heute typische Brillantschliff wurde jedoch erst um 1910 entwickelt.

Der Brillantschliff: Der heutige typische Brillantschliff wurde jedoch erst um 1910 entwickelt. Besonders wertvolle Diamanten werden durch den Brillant-Schliff veredelt. Unter allen Schliff-Formen ist er der Klassiker und wird auch Vollschliff genannt. Erst durch den Brillant-Schliff bekommt der Diamant 56 Facetten und darf als „Brillant“ bezeichnet werden. Unter dem Begriff »Brillantschliff« ist die runde Form zu verstehen, die im Oberteil mindestens 32 Facetten (Tafel nicht inbegriffen) und im Unterteil mindestens 24 Facetten (Kalette nicht inbegriffen) aufweist.

Die Klassifizierung durch die 4 Cs: Der Diamant und natürlich auch der Brillant sind die einzigen Edelsteine, die international verbindlich durch die 4Cs klassifiziert sind. Die sogenannten 4Cs Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff) legen eindeutig die Eigenschaften des Diamanten fest und geben so eine immer gültige Beschreibung des Edelsteins.

Mythen, Legenden und Astrologie: Geistig steht der Diamant für Unbezwingbarkeit und Unbesiegbarkeit und soll reinigend und kräftigend auf das Gehirn wirken. Der Diamant ist der Glücksstein der im Monat April Geborenen.
Weitere Informationen und vor allem auch Angebote zum Thema Diamant finden Sie auf unserer extra Seite "Faszination Diamant".

Dichroit

-> siehe: Iolith

F

Feueropal

-> siehe auch: Opal

Kraftvoller Edelstein mit temperamentvoller Farbe. Der Feueropal steht für Leidenschaft und Sinnlichkeit.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 5,5-6

Farbe: gelb, orange, rot

Eigenschaften: Der Feueropal ist der einzige Edelstein, in dem Orange in allen Abstufungen von Gelb bis Rot vorkommt und erfreut sich daher besonderer Beliebtheit. Dieses Farbfeuer ist auch sein besonderes Kennzeichen und macht ihn zu einem begehrten Schmuckstein. Das für die Steingruppe der Edelopale an sich typische regenbogenartige Schillern (=„Opalisieren“) hingegen weist er nicht auf. Wer einen Feueropal sein eigen nennt, sollte ihm ausreichend Pflege angedeihen lassen: Der etwas empfindliche Stein darf keinen Laugen (z.B. Seife) ausgesetzt werden und sollte nach Möglichkeit in einem feuchten Tuch aufbewahrt werden (sonst besteht die Gefahr des Austrocknens).

Vorkommen: Von alters her bis in unsere Zeit ist Mexiko der Hauptfundort für diesen wunderschönen Stein.

Geschichte: Bereits die Mayas und Azteken gruben nach Feueropalen und verwendeten sie als Schmuck, zur Gestaltung von Mosaiken und für kultische Zwecke. Auch auf dem indischen Subkontinent war er ein begehrter Edelstein. In der Neuzeit kam es erst ab 1835 zu einem systematischen Abbau.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Feueropal soll die Lebensfreude verstärken, die Sinne aktivieren und aufgeschlossen sowie risikofreudig machen. Der Opal ist der Glücksstein der im Monat Oktober Geborenen.

Fluorit

Auch unter dem deutschen Namen Flussspat bekannt, der sich auf die Verwendung als Flussmittel in der Metallverarbeitung bezieht. (Lateinisch fluere = fließen)

Mineralgruppe: Halogenide

Härte nach Mohs: 4

Farbe: von farblos bis hin zu fast allen Farben

Eigenschaften: Zeigt starke Fluoreszenz bei Bestrahlung mit ultraviolettem Licht.

Vorkommen: Mexiko, Norwegen, China, Brasilien, Schweiz aber auch im Schwarzwald und in der Oberpfalz.

Geschichte: Fluorit war bereits im antiken Griechenland bekannt. Ein besonderes Merkmal ist die sichtbar werdende Fluoreszenz unter UV-Licht, die der Mineraloge Friedrich Mohs im Jahre 1824 entdeckte.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Fluorit soll die Konzentrationsschwäche lindern und die Fähigkeit zur Entscheidungsfreudigkeit verbessern. Des Weiteren werden ihm Abbau von Stress und Steigerung des Selbstvertrauens nachgesagt.

Fuchsit

Der Fuchsit ist eine chromhaltige Variante des Muskovit.

Mineralgruppe: Muskovit

Härte nach Mohs: 2 – 2 1/2

Farbe: grünblau, smaragdgrün, silbrig grün

Eigenschaften: Der Fuchsit ist ein sehr weiches Mineral. Er erscheint blättrig und lässt sich gut spalten. Aufgrund seiner schichtartigen Kristallbildung ist der Fuchsit nicht einfach zu verarbeiten. Vorkommen: Der Fuchsit findet sich in vielen Ländern auf allen Kontinenten. Zum Beispiel in Australien, Brasilien, Paraguay, China, den USA, Kanada, Tansania, Schottland und auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Geschichte: Der Fuchsit wurde nach seinem Entdecker, dem Mineralogen Johann Nepomuk von Fuchs, benannt.

Mythen, Legenden, Astrologie: Als Heilstein soll der Fuchsit seinem Träger durch sanfte Energie helfen, ausgeglichener zu sein. Er soll vor dem Druck, den andere Menschen ausüben, schützen und eine distanziertere Betrachtung der Situation fördern. Allgemein steht er für Heiterkeit, Lebensfreude und Herz.

G

Granat

Der Granat ist klar, ausdrucksstark und von hoher Brillanz. In seiner roten Version ist er ein Klassiker unter den Edelsteinen.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7-7,5

Farbe: grün, gelb, rot

Eigenschaften: Der Granat ist ein besonders edler Schmuckstein. Er besticht durch eine hohe Lichtbrechung, die ihm ein inneres Glimmen zu verleihen scheint, und er ist relativ unempfindlich. Man unterscheidet je nach der Farbe den dunkelroten Pyrop, den rotschwarzen Almandin, den smaragdgrünen Uwarowit, den gelbgrünen Andradit, den schwarzen Schorlomit und Melanit, den transparent-grünlichen Demantoid und den orangeroten Spessartin.

Vorkommen: Die meisten Granate stammen heute aus den USA, aus Südafrika, Indien und Sri Lanka.

Geschichte: Der Name Granat kommt aus dem Griechischen und bedeutet „das Korn“, da diese Mineralien rundliche Kristalle bilden. Man findet sie im Schmuck aus frühen ägyptischen, griechischen und römischen Zeiten sowie aus dem Mittelalter. In der letztgenannten Periode bezeichnete man den roten Granat auch als "Karfunkelstein" – ein Begriff, der sich bis heute in den Märchen erhalten hat. Granate waren damals beliebt als Talisman und als Schutzstein, denn man glaubte, sie könnten die Nacht erhellen und seinen Träger vor Unheil schützen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Granat soll die Kraft haben, Melancholie zu vertreiben. Er ist der Glücksstein der im Monat Januar Geborenen.

H

Hämatit

Der Hämatit bringt metallischen Glanz in die Welt der Steine.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 5,5 bis 6

Farbe: schwarz mit metallisch glänzender Oberfläche

Eigenschaften: Der Hämatit ist eine besondere Eisenvarietät. Er findet Verwendung als (Eisen-)Rohstoff, als Poliermittel, als Bleistiftmine (für Rötelstift) und wurde früher wegen seiner hohen Reflektivität als Spiegel genutzt. Aber auch als Schmuckstein ist er von großer Bedeutung, da er mit seinem silbrig-schwarzen Glanz eine ganz eigene Farbnote mitbringt, die ihn unverwechselbar und besonders macht.

Vorkommen: Das Mineral findet sich weltweit. Mehr als die Hälfte kommt heute aus der Volksrepublik China, Brasilien und Australien.

Geschichte: Seinen Namen verdankt der Hämatit dem griechischen „haimatoeis“ (= blutig), weswegen er auch Blutstein genannt wird. Diese auf den ersten Blick irreführende Bezeichnung für diesen metallisch schwarzen Stein beruht auf der Eigenart des Hämatit’, das Schleifwasser bei der Verarbeitung blutrot zu färben. Im alten Ägypten ehrte man ihn daher als ''göttliches Blut'', das Frieden bringen und erhalten sollte. Außerdem sollte der Stein nach ägyptischem Glauben das Weiterleben des Pharaos im Jenseits sichern: Man fand ihn deshalb in fast allen Pharaonengräbern – wie z.B. auch im berühmten Grab des Tut-Ench-Amun – unter dem Kopf des Verstorbenen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Hämatit schenkt seinem Träger angeblich Lebensfreude und soll ihm Kraft geben, sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

I

Iolith (auch: Dichroit oder Cordierit)

Meist klarer, blauer Stein, der facettiert besonders gut zur Geltung kommt.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7-7,5

Farbe: dunkelblau, blaugrau, violett

Eigenschaften: Der Iolith ist ein außergewöhnlich schöner Schmuckstein, der sich besonders gut als Ringstein eignet und insbesondere in Kombination mit Mondsteinen oder Diamanten gut zur Geltung kommt. Eine besondere Eigenschaft hat ihm den Beinamen „Sonnenstein“ eingebracht: Entsprechend geschliffen zeigt er nämlich den Stand der Sonne an, selbst wenn diese hinter Wolken verborgen ist. Die Wikinger setzten ihn daher bei bedecktem Himmel ein, um weiter nach der Sonne navigieren zu können. Ursache für dieses außergewöhnliche Phänomen sind unterschiedliche Polarisationsebenen des Steins. Je nach Einstrahlrichtung des Lichtes färbt sich der Iolith gelb oder blau.

Vorkommen: Zu den Lagerstätten zählen Sri Lanka, Indien, Kanada und die USA.

Geschichte: Der Iolith hat drei Namen. Seinen ersten erhielt er vom französischen Mineralogen Cordier. Dieser hatte das Mineral wegen seiner Zweifarbigkeit ursprünglich Dichroit genannt. Später wurde der Stein dann zu Ehren Cordiers nach diesem benannt. Schließlich kam noch ein Dritter Name in Umlauf: Iolith, nach dem griechischen "ion" = Veilchen (wegen seiner oftmals veilchenblauen Farbe) und "lithos" = Stein. Alle drei Namen existieren heute gleichberechtigt nebeneinander.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Iolith soll zu Selbstsicherheit verhelfen und das innere Gleichgewicht unterstützen.

J

Jade

Ausdrucksstarke Maserungen und ein dezenter Farbton sind die Markenzeichen der Jade. In China gilt sie als bedeutendster Glücksstein.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 5,5 bis 6,5

Farbe: Grün in mehr oder weniger kräftigen Nuancen. Auch gelb, grau, bläulich, rötlich, braun und elfenbeinweiß möglich.

Eigenschaften: Jade ist wieder im Kommen: In den letzten Jahren haben kreative Edelsteingestalter das lange Zeit eher traditionell geprägte Bild des Steins mit geschmackvollen, zeitgemäßen Schmuckdesigns kräftig aufpoliert und so für neuen Schwung auf dem Schmuckmarkt gesorgt. Und das zu Recht: Denn der meist milchig-dezente Edelstein mit seinen Äderchen, Flecken und Streifen ist von ganz besonderem Reiz. Ob zu dünnen Scheiben verarbeitet, als Anhänger oder als hochwertiges Deko-Objekt – Jade wirkt stets vornehm und individuell.

Vorkommen: Jade findet sich besonders häufig in China, Neuseeland, Russland und Guatemala.

Geschichte: Jade ist vor allem der Stein der Chinesen: Bereits 3.000 v. Ch. galt Jade in China als „königlicher Edelstein“ und hatte eine Bedeutung vergleichbar etwa derjenigen, die Gold und Diamanten im Abendland besaßen. Man verwendete Jade sowohl für feinste Kunst- und Kultfiguren wie auch als Grabbeigabe für hochrangige Mitglieder des Kaiserhauses. Auch heute noch gilt dieser Edelstein in China als Sinnbild für das Schöne und Kostbare. Eine ähnliche Rolle spielte Jade in Mittelamerika, wo ihre kunstvolle Verarbeitung jedoch mit der Auslöschung der indianischen Hochkulturen durch die europäischen Eroberer abrupt beendet wurde. Ihren Namen verdankt die Jade dem Glauben an ihre besondere heilkräftige Wirkung: Er geht zurück auf das spanische „piedra de ijada“ (= Lendenstein), weil man ihn als Schutz- und Heilmittel gegen Nierenleiden betrachtete.

Mythen, Legenden und Astrologie: Jade wirkt angeblich ausgleichend. Sie soll nervöse Menschen beruhigen und antriebsschwachen Menschen Energie zuführen.

Jaspis

Jaspis hat tausend Gesichter: Kaum ein anderer Stein zeigt sich in so vielen verschiedenen Erscheinungsformen.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 6,5-7

Farbe: weiß, gelb, braun, rot

Eigenschaften: Jaspis gewinnt seinen besonderen Reiz durch seine vielfältigen und oftmals bizarr wirkenden Maserungen und Einschlüsse, die jedem einzelnen Stein einen ganz besonderen, unverwechselbaren Ausdruck verleihen. Im Handel trägt er daher rund 70 verschiedene Namen, je nachdem, welche Farben oder Einschlüsse er aufzuweisen hat. Bei besonders schöner Maserung wird er als klassischer Schmuckstein verwendet, ansonsten kann man ihn auch in Zimmerbrunnen und Kristallschalen finden.

Vorkommen: Als Hauptlagerstätten gelten Russland und Südafrika.

Geschichte: Wer sich den größten jemals gefundenen Jaspis der Welt anschauen möchte, muss nicht weit reisen. Es handelt sich um ein Exemplar aus Botswana, das seinen Weg ins Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein gefunden hat. Dort kann man ihn als 224 kg schwere Jaspiskugel mit 54 cm Durchmesser bewundern, die aus einem 800 kg schweren Rohling geschliffen wurde.

Mythen, Legenden und Astrologie: Schon die Bibel kennt den Jaspis. So soll er laut Apostel Johannes der erste Grundstein in der Stadtmauer des himmlischen Jerusalem sein. Im heilkundlichen Glauben der Griechen galt der Jaspis vor allem als Stein der Schwangeren: Er beschere eine harmonievolle Schwangerschaft und unterstütze eine unproblematische Entbindung.

K

Karneol

-> siehe: Carneol

Katzenauge

-> siehe auch: Chrysoberyll

Mit seinem schmalen, hellen Lichtband auf schimmernd goldenem Hintergrund ist das Katzenauge ein ganz besonderer Schmuckstein.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 8,5

Farbe: goldgelb, grüngelb, grün, bräunlich, rot und farblos.

Eigenschaften: Das Katzenauge ist eine Varietät des Chrysoberyll und zeichnet sich durch seine wogenden, silberweißen Lichtstreifen aus, die ihm ein unverwechselbares Schillern und Reflektieren verleihen. Diese Besonderheit entsteht durch Lichtbrechung in den feinen, parallel angeordneten Hohlkanälen.

Vorkommen: Das Katzenauge findet man vor allem in Edelsteinlagerstätten in Sri Lanka und Brasilien.

Geschichte: Das auffällige Schimmern des Katzenauges ist für die vielen außerordentlichen Wirkungen verantwortlich, die dem Katzenauge von den verschiedensten Völkern im Laufe der Jahrhunderte zugeschrieben wurden. So diente der Stein in Sri Lanka als Schutz vor bösen Geistern, während die Araber gar glaubten, dass er im Kampf unsichtbar machen könne.

Mythen, Legenden und Astrologie: Man sagt dem Katzenauge – wie auch den anderen Chrysoberyllen – nach, es könne die Konzentration fördern.

Kunzit

Mineralgruppe: Spodumen

Härte nach Mohs: 6 ½ bis 7

Farbe: farblos, rosarot bis dunkelviolett

Eigenschaften: Mangan verleiht dem Kunzit seine mehr oder weniger intensive rosa Farbe. Typisch für dieses Mineral sind seine vertikalen Streifen, die durch Einschlüsse als Röhrchen oder Heilungsrisse entstehen.

Kunzite sind hitze- und lichtempfindlich. Das Brennen bei etwa 150° C kann bräunliche oder grünviolette Varianten in der Farbe verbessern. Bei 300° C bis 400° C verliert der Kunzit jedoch seine Farbe. Daher ist bei der Verarbeitung, beim Löten der Fassung beispielsweise, ein hohes Maß an Vorsicht geboten. Auch starkes Kunst- und Sonnenlicht können den Stein über einen längeren Zeitraum ausbleichen.

Da die Farben des Steins in den verschiedenen Richtungen des kristallinen Gefüges wechseln, kommt der strahlende Glanz des Kunzits in einem Scheren- oder Treppenschliff besonders gut zur Geltung.

Vorkommen: USA, Brasilien, Afghanistan, Madagaskar, Myanmar, Pakistan

Geschichte: Der Kunzit wurde erstmals 1902 von dem schweizer Gemologen George Frederick Kunz in Kalifornien, USA, beschrieben. Nach ihm wurde das rosafarbene Mineral auch benannt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Die alten Griechen glaubten, der Kunzit verbinde alle Mächte des Himmels und der Erde. Seinem Träger sollte vor allem der rosa Kunzit eine sprudelnde Quelle wahrer Liebe sein.

Als Heilstein steht der Kunzit für Entspannung, inneres Wissen, Aufgeschlossenheit, Stärke, Liebe und das sprühende Leben. Ihm wird eine stimmungsaufhellende, aktivierende und erleuchtende Eigenschaft zugeschrieben, die auch bei Depressionen oder Prüfungsangst helfen soll.

Kyanit

Der Name Kyanit stammt von dem griechischen Wort „kyanos“ ab und bedeutet so viel wie „dunkelblau“ bzw. „dunkles Metall“. Alternativ wird er auch als „Disthen“ oder „Sapparit“ bezeichnet.

Mineralgruppe: Silikate

Härte nach Mohs: In Längsrichtung des Kristalls 4-4,5; in Querrichtung 6-7

Farbe: Die Farbstreifen des Kyanits können zwischen hellblau, blaugrün, dunkelblau, weißblau und grau oder farblos variieren.

Eigenschaften: Neben der intensiv dunkelblauen Farbe zählt die polymorphe Ausprägung zu seinen faszinierendsten Eigenschaften, da er in unterschiedlichen Richtungen zwei verschiedene Mohshärten aufweist. Diese Anisotropie verschaffte ihm auch den alternativen Namen „Disthen“, der griechischen Ursprung hat. Durch seine hohe Spaltbarkeit ist es äußerst schwierig ihn zu schleifen.

Vorkommen: Zu den Fundorten zählen vor allem Kali Gandaki, Brasilien, Kenia, USA, Tansania, Myanmar aber auch die Schweiz und Österreich. Er wird unter Hochdruck gebildet und ist deshalb in metamorphischen Gesteinen zu finden.

Geschichte: Lange Zeit wurde der traumhaft schöne Kyanit mit dem blauen Saphir verwechselt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er als eigenständiger Edelstein angesehen. Aufgrund seiner bestechenden Farbintensität und seines anmutenden Erscheinens erfreut er sich größter Beliebtheit.

Mythen, Legenden und Astrologie: Als Schutzstein bei den griechischen Seefahrern verwendet, sollte er sie vor den Gefahren des Meeres bewahren. Außerdem soll er gegen Bluthochdruck sowie Melancholie helfen und für Frohsinn, Weisheit, Ruhe und erhöhte Konzentration sorgen.

L

Labradorit

Einmalig bunt schillernder Vertreter der Feldspat-Gruppe.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6-6,5

Farbe: dunkelgrau bis schwarz mit buntem Farbspiel

Eigenschaften: Kein anderer Stein zeigt ein solch irisierendes Spiel von metallisch glänzenden Farbtönen („Labradorisieren“). Dieses wird durch Interferenz und Spiegelung des Lichtes im submikroskopischen Bereich verursacht. Besonders farbenprächtig schillert die finnische Farbvarietät, der „Spektrolith“. Bei ihm sind sämtliche Farben des Regenbogens zu finden.

Vorkommen: Die beiden Hauptlagerstätten sind Kanada (Labrador), Finnland und Madagaskar.

Geschichte: Seinen Namen verdankt der Labradorit der kanadischen Halbinsel Labrador, an deren Küste das Mineral 1770 erstmals gefunden wurde. Seine wohl schönste Varietät, der erst seit 1962 bekannte finnische Spektrolith, erhielt seinen Namen, weil er das gesamte Farbspektrum wiedergibt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Labradorit hilft angeblich, die Gefühle wieder fließen zu lassen und eignet sich daher hervorragend bei Anspannung und Aggression.

Lapislazuli

Faszinosum Lapislazuli: beliebter Schmuckstein und einer der wichtigsten Rohstofflieferanten der Kunstgeschichte.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 5-6

Farbe: blau

Eigenschaften: Lapislazuli ist ein vielseitiger und beliebter Stein, der mit seiner märchenhaften Farbe und seinen goldenen Lichtpünktchen aus Pyrit begeistert. Er wird gerne zu Skulpturen verarbeitet oder ziert im Cabochonschliff Ringe und Anhänger. Als Zierstein in Zimmerbrunnen entwickelt er mit Wasser befeuchtet ein besonders intensives Blau.

Vorkommen: Die besten Vorkommen finden sich in Afghanistan, Chile und Russland.

Geschichte: Seit jeher ist der Lapislazuli ein beliebter Schmuck- und Heilstein. Aber der Wert, den er für die Kulturgeschichte der Menschheit besitzt, resultiert vor allem aus seiner Funktion als Hauptzugabe bei der Herstellung der Farbe Aquamarin. Zermahlen, zu Pulver verrieben und mit Bindemitteln verrührt wurden aus dem marmorähnlichen Edelstein leuchtend blaue Aquarellfarbe, Temperafarbe oder Ölfarbe hergestellt. Ohne den Lapislazuli würden die berühmten Gemälde der alten Meister heute nicht in ihrem intensiven Blau erstrahlen können. Seinen Namen verdankt er der Kombination des arabischen Wortes Azul (Himmel) mit dem lateinischen Wort Lapis (Stein).

Mythen, Legenden und Astrologie: Für viele Menschen ist Lapislazuli der Stein der Freundschaft und der Wahrheit. Er fördert angeblich Harmonie in den zwischenmenschlichen Beziehungen und soll seinem Träger helfen, die eigene Meinung zu äußern. Der Lapislazuli ist der Glücksstein der im Monat September Geborenen.

Larimar

Als „Atlantis-Stein“ oder „blauer Juwel der Karibik“ hat sich die in der Dominikanischen Republik zu findende blaue Varietät des Pektoliths einen Namen gemacht.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 5-6

Farbe: blau, hellblau, türkisblau, grünlich bis seidenweiß

Eigenschaften: Im Larimar scheint das sagenhafte Blau der Karibik für die Ewigkeit eingefangen zu sein. Besonders schöne Stücke wirken wie eine lebendig gewordene Urlaubserinnerung und lassen einen an ruhige Lagunen und Gischt umspülte Riffe denken. Seine einzigartige blaue bis grünliche Farbgebung erhält der Larimar durch Kupfersulfid.

Vorkommen: Es gibt nur eine einzige Fundstelle weltweit: diese liegt in der Dominikanischen Republik.

Geschichte: Der Larimar wurde erst 1974 an der Südwestküste der Dominikanischen Republik entdeckt. Miguel Mendez, ein einheimischer Sachverständiger, nannte den Fund zu Ehren seiner Tochter Larissa und aufgrund der meerblauen Farbe (spanisch „mare“ = Meer) „Larimar“. Nachdem entlang der Küste keine Larimar mehr gefunden wurden, konnte im Landesinneren eine weitere Lagerstätte entdeckt werden, die bis heute die einzige geblieben ist. Die Vermarktung des Larimar hat sich auf der Dominikanischen Republik zu einer wichtigen Devisenquelle entwickelt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Larimar soll helfen, Angst, Leid und übermäßige Emotionen loszulassen und verhilft angeblich zu innerer Ruhe bei dramatischen Lebensveränderungen.

Leopardenjaspis

-> siehe auch: Jaspis

Die „Raubkatze“ unter den Jaspis-Steinen hat einen eigenen Eintrag verdient. Denn kaum ein anderer Stein lässt sich so vielseitig als Deko-Gegenstand verwenden.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: blau, grau, rosa, gelb und andere Farben

Eigenschaften: Der Leopardenjaspis ist dank seiner Namen gebenden Musterung ein ausgesprochen lebendig wirkender Stein. Er wird besonders gerne für Deko-Gegenstände wie Trommelsteine, Kugeln oder Pyramiden verwendet. Seine charakteristische Zeichnung verdankt er Ansammlungen von Metallen und Mineralien, die sich in dieser Jaspis-Varietät auskristallisiert haben.

Vorkommen: Seine Hauptfundorte liegen in Indien, Russland, Südafrika und Australien.

Geschichte: Der Leopardenjaspis ist ein zentraler Stein in den Mythen der untergegangenen indianischen Hochkulturen Mittelamerikas. So glaubten die Indios beispielsweise, dass die gesamte Welt in ihren Grundmauern aus Leopardenjaspis aufgebaut sei. Nach ihrer Vorstellung sollte er seine Träger auch vor gefährlichen Tieren beschützen. Bis heute finden Archäologen in Mittelamerika immer wieder Schutz-, Kult- und Ziergegenstände aus Leopardenjaspis.

Mythen, Legenden und Astrologie: Man sagt dem Leopardenjaspis nach, dass er das Selbstwertgefühl stärke und emotional ausgleichend wirke. Darüber hinaus lindert er angeblich krankhafte Eifersucht und Beziehungsangst.

M

Malachit

Herrlich marmorierter Stein, der durch seine individuellen Maserungen jedes Schmuckstück zu einem Unikat werden lässt.

Mineralgruppe: Nitrate, Carbonate, Borate

Härte nach Mohs: 3,5-4

Farbe: hellgrün

Eigenschaften: Trotz seiner relativ geringen Härte wurde der Malachit von jeher zu Schmuckstücken verarbeitet. Grund dafür sind seine schöne, grüne Farbe und seine auffallenden Bänderung. Im modernen Schmuckdesign findet er vielfältige Verwendung: als Cabochon, in Halsketten und als Intarsie in Einlegearbeiten sowie als Deko-Objekt.

Vorkommen: Fundorte sind vor allem Australien und Chile. In kleineren Mengen wird der Malachit jedoch auch in Deutschland und vielen weiteren Ländern gefunden.

Geschichte: Kaum ein anderer Stein kann auf eine kulturgeschichtlich so lange Wirkungsdauer zurückblicken wie der Malachit: Schon vor 9000 Jahren fand er im zerriebenen Zustand als Farbstoff für primitive Wandmalereien Verwendung. Auch im Altertum füllte er die Rolle als Farbstoff aus und diente beispielsweise den ägyptischen Frauen als Lidschatten. Im Mittelalter wurde der Malachit dann als kostbares, grünes Farbpigment in der Malerei eingesetzt. So einmalige Kulturzeugnisse wie das Märzbild der "Stundenbücher" ("Les Très Riches Heures") verdanken ihm ihr leuchtendes Grün.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Malachit soll besonders hilfreich bei den verschiedensten Frauenleiden sein. So wird ihm auch die Eigenschaft nachgesagt, die Wehen zu erleichtern, weswegen er auch den Beinamen "Hebammenstein" trägt.

Mandarintopas

Leuchtend orange mit einem leichten Stich ins Rötliche – diese Farbe hatte bei den natürlichen Topasen noch gefehlt. Dank eines patentierten Verfahrens gibt es sie nun. Der wundervolle Stein ist in Europa exklusiv bei HSE24 erhältlich!

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 8

Farbe: orange mit leichtem Rotstich

Eigenschaften: Der Mandarintopas ist ein echter Topas, der einer patentierten, geheimen Behandlung unterzogen wird und dadurch seine außergewöhnlich schöne Farbe erhält. Er sieht dem Feueropal sehr ähnlich, ist jedoch wesentlich preiswerter. Seine auffallende Farbe kann optimal mit Gold oder Silber kombiniert werden und wirkt durch die verschiedenen Edelmetall-Farben immer wieder anders.

Vorkommen: Hauptlagerstätte des Topas sind die Edelsteinminen von Minas Gerais in Brasilien.

Geschichte: Der Name ist eine Zusammensetzung aus „Topas“ und „Mandarin“. „Topas“ wird auf Sanskrit: „tapas“ (= Feuer oder Leuchten) zurückgeführt. Der Begriff „Mandarin“ stammt aus dem Chinesischen. Von dort stammt die Farbe „Mandaringelb“. Diese besonders edle Farbe war im chinesischen Kaiserreich einzig dem Kaiser vorbehalten.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Topas soll bei seinem Träger Traurigkeit, Zorn und nächtliche Furcht vertreiben. Er ist der Glücksstein der im Monat November Geborenen.

Markasit

Wenn der Volksmund vom Markasit spricht, meint er eigentlich den Pyrit. Für die Schmuckherstellung hat sich der Name Markasit in Frankreich im 18. bis 19. Jahrhundert durchgesetzt. Erst im 19. Jahrhundert fand man dann heraus, dass es sich beim Markasit um den sehr ähnlichen Pyrit handelt. -> siehe: Pyrit.

Moldavit

Gasblasen und unverkennbare Fließstrukturen im Inneren zeichnen diesen einzigartigen und herrlich grünen Edelstein aus.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 5,5

Farbe: Glasartiges Flaschen- bis Dunkelgrün

Eigenschaften: Durch seine Farbe, Härte, Reinheit und Seltenheit ist der Moldavit bei der Schmuckherstellung sehr beliebt. In ihm eingeschlossen sind häufig Gasblasen, die ebenso wie seine besondere Fließ- und Oberflächenstruktur jedes Stück zum Unikat machen.

Vorkommen: Böhmen und Mähren (Fluss Moldau), Österreich und an der Lausitz (Sachsen).

Geschichte: Der Moldavit ist durch den Einschlag eines Meteoriten entstanden. Der Meteoritenkrater liegt im Nördlinger Ries, das Streufeld des Meteors mehrere hundert Kilometer entfernt an der tschechischen Moldau, wo der Edelstein 1790 entdeckt wurde – daher der Name. Durch den Einschlag eines Meteoriten regneten weltweit weitere natürliche Gläser auf die asiatische Insel Billiton (der Billitonit) und auf Australien (der Australit) nieder. Ähnliche Tektite gibt es aus Afrika, Südamerika, Indochina und Tasmanien.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Moldavit soll das Einfühlungsvermögen und die Hellsichtigkeit stärken. Ihm wird außerdem nachgesagt, dass er zu spontanen und unkonventionellen Ideen und Problemlösungen verhilft.

Mondstein

Der milchig-transparente Lichtschimmer des Mondsteins ist etwas ganz Besonderes. Sein geheimnisvolles Schimmern erscheint bei Bewegung immer wieder anders.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6 - 6,5

Farbe: Bläulich schimmernd, fast transparent

Eigenschaften: Den Lichtschimmer des Mondsteins nennen Fachleute „Adulareszenz“. Die Ursache liegt in dem lamellenförmigen, inneren Aufbau des Edelsteins. Das einfallende Licht wird im Stein gebrochen und zerstreut. Je farbintensiver, größer und transparenter der Edelstein ist, desto wertvoller ist er. Seine Schwachstelle ist allerdings seine relativ geringe Härte auf der Mohs´schen Skala von 6 – 6,5. Mondsteine sollten deshalb vorsichtig behandelt werden. Ungeschliffen sind Mondsteine unscheinbar. Den geheimnisvollen Lichtschimmer bekommen sie durch die Kunst des Schleifers. Der klassische Mondsteinschliff ist die Cabochon-Form.

Vorkommen: Sri Lanka, Indien, Brasilien, Australien, Madagaskar, Österreich und die Schweiz.

Geschichte: Bereits zu der Zeit der Griechen und Römer war der Mondstein sehr beliebt. Damals glaubte man, der Mondstein wäre aus dem Schein des Mondes entstanden und würde als Kraftstein die Eigenschaften des Mondes auf der Erde verstärken. In Deutschland wurde der Mondstein Ende des 18. Jahrhunderts als Heil- und Edelstein populär. Da bläuliche Mondsteine in feinen Qualitäten in den letzten Jahren immer seltener wurden, zogen die Preise kräftig an. Heute gibt es auch grüne, braune und orangefarbene, rauch- und champagnerfarbene, schwarze und rötliche Exemplare aus Indien.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Mondstein ist der Glücksstein der im Juni Geborenen. Ihm wird nachgesagt, durch seinen Einfluss auf Intuition und Einfühlungsvermögen für Harmonie und Ausgeglichenheit zu sorgen.

Moosachat

Seine wundervolle moosartige Zeichnung und die grün-weiße Färbung machen diesen Edelstein so unverwechselbar.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Milchig hell bis rotbraun, manchmal bläulich oder grau, durchscheinend, mit moosartigen, verzweigten, grünen, bräunlichen oder schwarzen Einschlüssen.

Eigenschaften: Moosachat lässt sich gut in dünne Scheiben schneiden, eignet sich aber auch für die Herstellung von Cabochons oder Kugeln für Halsketten.

Vorkommen: Indien, Burma und Botswana (Afrika). In Idar-Oberstein (Deutschland) wurde er vor allem in der Vergangenheit gefördert.

Geschichte: Der Name Moosachat kommt von den grünen, bräunlichen oder schwarzen Einschlüssen aus eisenreicher Hornblende, die im milchighellen bis rotbraunen bzw. manchmal auch bläulichen oder gräulichen Achat wie verzweigte, moosartige Strukturen wirken. In Europa wurde dieser Stein ab dem 17. Jahrhundert zu den verschiedensten Ziergegenständen und zu Schmuck verarbeitet.

Mythen, Legenden und Astrologie: In arabischen Überlieferungen heißt es, dass der Moosachat durch Veränderung seines Farbspiels vor falschen Freunden warnt und Glück im Spiel bringt. Ihm wird außerdem nachgesagt, das Bewusstsein zu steigern und bei der Lösung schwieriger Probleme zu helfen.

Morganit

Der rosafarbene, durchsichtige bis durchscheinende Morganit ist neben dem grünen Smaragd und hellblauen Aquamarin der bekannteste Edelstein aus der vielfarbigen Edelsteingruppe der Berylle.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7,5

Farbe: Rosa bis Violett, Lachs

Eigenschaften: Der Morganit kann sehr leicht mit anderen Edelsteinen, die farblich ähnlich sind, verwechselt werden. Er ist sehr empfindlich und muss in der Schmuckverarbeitung besonders sorgfältig behandelt werden. Seine rosa Farbe, die dann entsteht, wenn sich Mangan in Beryll einlagert, verträgt keine Hitze, da der Farbton oftmals durch Wärmebehandlung intensiviert wurde.

Vorkommen: Brasilien, Madagaskar, Südwestafrika, in den USA und China.

Geschichte: Der Morganit war schon in der Antike unter dem Namen „Rosaberyll“ bekannt. Erst im Jahr 1911 erhielt er seinen Namen zu Ehren des New Yorker Finanzmanns und Edelsteinsammlers John Pierpont Morgan, der zur damaligen Zeit einen der schönsten Morganite besaß. Damit wurde der Morganit in den Stand eines eigenständigen Edelsteins erhoben.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Morganit soll für Verantwortung stehen. Ihm wird nachgesagt, dass er Stress lindern sowie Ängste und Misstrauen in Ruhe umwandeln kann.

O

Onyx

Der Onyx ist ein beliebter Ring- und Schmuckstein, der durch seine tiefschwarze Farbe edel und geheimnisvoll wirkt.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 6,5 - 7

Farbe: Schwarz, mit wechselnden weißen und schwarzen Lagen

Eigenschaften: Der Onyx ist ein Edelstein mit außerordentlich guten Verarbeitungseigenschaften. Da der natürliche Onyx selten vorkommt, ist ein Großteil des im Handel erhältlichen Onyx gefälscht. Oftmals färbt man dazu porösen Achat oder taucht die grauen Schichten des Chalzedons in ein Säurebad. Es ist äußerst schwierig festzustellen, ob ein Onyx echt oder unecht ist. Ein sicheres Merkmal für die Echtheit ist, wenn der Stein mit weißen Streifen durchzogen ist.

Vorkommen: Brasilien, Indien, Madagaskar, Mexiko und in den USA.

Geschichte: Das Wort Onyx kommt aus dem Griechischen und bedeutet Nagel. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass man glaubte, Onyx sei gut für Haare, Haut und Nägel. Erst im 18. Jahrhundert erfolgte die Festlegung des Namens Onyx auf den schwarzen Chalzedon. Von nahezu allen Völkern und besonders von den Indianern wurde er als Schutzstein gegen schwarze Magie, Zauberei, Hexerei und Pest gesehen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Onyx ist der Glücksstein der im Monat Februar Geborenen.

Opal

Der Opal ist ein faszinierender Edelstein, der durch sein geheimnisvolles Schimmern und ein unvergleichliches Farbenspiel beeindruckt.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 5,5 – 6,5

Farbe: Durchsichtig farblos, weiß, blau und schwarz. Hinzu kommen die für Opale so typisch schillernden Farben des Regenbogens.

Eigenschaften: Das Hauptmerkmal eines Opals ist das so genannte „Opalisieren“, ein Effekt, der am besten mit sich bewegenden Regenbogenfarben verglichen werden kann. Die schönen Farben entstehen durch das Zusammentreffen von Lichtwellen, die so genannte „Interferenz“. Schwarze Opale, bei denen die schillernde Schicht auf dunklem Muttergestein aufliegt, sind besonders wertvoll.

Vorkommen: Australien (fast 95 Prozent aller Edelopale)

Geschichte: Der Name Opal stammt vermutlich vom Sanskritwort „upala“ (kostbarer Stein). Daher kommt wohl auch das griechische Wort „opallios“ (Farbwechsel) und das römische „opalus“, das so viel wie „Stein aus Teilen“ bedeutet. Als Schmucksteine waren Opale bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eher selten. Erst in der Zeit des Jugendstils wurden sie wegen ihrer besonderen Ausstrahlung mehr und mehr geschätzt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Opal ist der Glücksstein der im Oktober Geborenen. Er soll für Freude, Lebenslust, Gelassenheit und Kreativität stehen und gegen Hemmungen und Depressionen wirken. Seit jeher gilt er als Stein für unverfälschte Liebe und Balsam für die Seele.

P

Peridot

Der leuchtend grüne Peridot ist ein sehr alter und zugleich beliebter Edelstein, der sich durch seine unglaubliche Farbtiefe und seine hohe Lichtbrechung auszeichnet.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6,5 - 7

Farbe: Leuchtendes, warmes Grün

Eigenschaften: Der Peridot wird auch „Smaragd des Abends“ genannt, weil er sein strahlend grünes Leuchten auch bei Dunkelheit und in künstlichem Licht nicht verliert. Er gehört zu den wenigen Edelsteinen, die es nur in einer einzigen Farbe gibt. Die satte grüne Farbe mit dem zarten Goldschimmer entsteht durch feinste Eisen-Anteile. Sie kann in vielerlei Schattierungen von Gelblich-Grün über Oliv bis hin zu Braun-Grün variieren. Beliebte Schliffarten des Peridot sind der Tafel- und Treppenschliff, gelegentlich auch der Brillantschliff.

Vorkommen: Pakistan, Afghanistan, Myanmar, China, USA

Geschichte: Der Name Peridot wird von dem griechischen „Peridona“ abgeleitet, was so viel bedeutet wie „gleichmäßige Energie“. Als Fundgebiet von historischer Bedeutung ist die Vulkaninsel Zebirget im Roten Meer. Von dieser Insel aus wurde der Peridot von den Kreuzfahrern über ganz Europa verteilt. Der größte, geschliffene Peridot wiegt 310 Karat und befindet sich im Smithsonian Institution in Washington/USA.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Peridot ist der Glücksstein der im Monat August Geborenen. Legenden berichten, dass er der Lieblingsedelstein von Cleopatra war. Der Peridot gilt als Stein der Hoffnung, er soll Nervosität bekämpfen und zornige Widersacher beruhigen.

Prasiolith

Prasiolithe sind keine natürlichen Edelsteine, sondern werden durch Brennen bei etwa 500 Grad Celsius aus violettem Amethyst oder gelblichem Quarz gewonnen. Die brennbaren Amethyste oder Quarze kommen aus der Lagerstätte Montezuma in Minas Gerais / Brasilien oder aus Arizona / USA.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: klares Zartgrün

Eigenschaften: Der Prasiolith kann leicht mit dem Edelberyll oder dem Turmalin verwechselt werden. Seine Farbe bleicht unter Einwirkung des Sonnenlichts vielfach aus.

Vorkommen: Der Prasiolith kommt nicht natürlich vor.

Geschichte: Das Wort Prasiolith stammt von dem griechischen „Prasio“ und bedeutet „lauchgrüner Stein“.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Prasiolith soll helfen, die eigene Überzeugung entschlossen zu vertreten. Ihm wird auch nachgesagt, Nägel und Haare zu stärken und Verspannungen zu lindern.

Pyrit

Der Pyrit trägt aufgrund seines herrlichen metallischen Glanzes und seiner goldenen Farbe auch den Beinamen Katzengold.

Mineralgruppe: Sulfide

Härte nach Mohs: 6 – 6,5

Farbe: Gold- und Messinggelb

Eigenschaften: Pyrit, also „feuriger Stein“, nannten die Griechen ihn, weil sich mit diesem Edelstein Funken schlagen lassen, wenn man zwei Stücke aufeinander schlägt. Der Stein wird von jeher als magischer Stein angesehen. Die Alchemisten des Mittelalters sahen in ihm den „Stein der Weisen“, den Grundstoff zur Herstellung von Gold. Wegen seines goldfarbenen Glanzes war Pyrit als Schmuckstein schon bei den Ägyptern und Inkas beliebt.

Geschichte: Der Name Pyrit stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Feuerstein. Dies geht auf seine Eigenschaft zurück, Funken zu schlagen, wenn man zwei Stücke aufeinander schlägt. Der Stein wird von jeher als magischer Stein angesehen. Die Alchemisten des Mittelalters sahen in ihm den „Stein der Weisen“, den Grundstoff zur Herstellung von Gold. Wegen seines goldfarbenen Glanzes war Pyrit als Schmuckstein schon bei den Ägyptern und Inkas beliebt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Pyrit wird nachgesagt, dass er wegen seiner klaren Struktur Heimlichkeiten aufdecken kann und sogleich die Chance auf Offenheit und Ehrlichkeit bietet. Auch soll er die Kraft anderer Steine verstärken.

Q

Quarz

Quarze kommen in allen möglichen Farbvariationen vor und gehören zweifelsohne zu den beliebtesten Edelsteinen der Welt.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Alle Farben möglich, auch farblos und transparent

Eigenschaften: Quarze bilden die umfangreichste Edelsteingruppe und stellen die zweithäufigste Mineralgruppe auf der Erde dar. Zu den kristallinen Quarzen zählt man Bergkristall, Rauchquarz, Citrin, Amethyst und die gebrannten Amethyste Goldcitrin, Madeiracitrin und Prasiolith. Bei den körnigen Quarzen unterscheidet man Rosenquarz, Aventurinquarz, Jaspis, Saphirquarz, Prasemquarz. Alle Quarze besitzen besonders gute Verarbeitungseigenschaften und werden daher sehr gerne im Schmuckbereich verwendet.

Vorkommen: Brasilien, Madagaskar, in den USA, den Alpen und Russland.

Geschichte: Das Wort Quarz tauchte bereits im 14. Jahrhundert auf. Bis ins 18. Jahrhundert hinein verstand man unter Quarz "Silex" (= Kiesel). Allerdings sprach man damals nicht von Quarz, sondern von "Querze", was in der Bergmannsprache "lästiges Gestein" bedeutete.

Mythen, Legenden und Astrologie: Bei Stress, Überarbeitung oder Schicksalsschlägen nehmen Steingläubige einen Quarz zu Hilfe. Zudem soll er eine strukturierende Wirkung auf Körper und Geist haben.

R

Rauchquarz

Der Rauchquarz ist ein sehr beliebter Edelstein, der nach seiner rauchigen Farbe benannt ist und aufgrund seiner ungewöhnlichen Braunfärbung sehr leicht erkannt werden kann.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Hellbraun bis Dunkelbraun

Eigenschaften: Der Rauchquarz wird gerne für ungewöhnliche Schliffe verwendet. Neben der Schmuckverarbeitung findet er sich als dekorativer Edelstein auch oftmals in kunstvollen Figuren oder kirchlichen Gewölben wieder.

Vorkommen: In den Schweizer Alpen, Spanien, Brasilien, Zimbabwe und Russland.

Geschichte: Die Römer trugen den Rauchquarz als Stein der Trauer, der trotz Schmerzen neuen Willen und neue Lebenslust bereiten sollte. Eine alte Benennung für einen besonders dunklen bis fast schwarzen Rauchquarz ist "Morion" vom griechischen "moroeis"= dunkel.

Mythen, Legenden und Astrologie: Je dunkler und klarer der Rauchquarz, desto intensiver soll er wirken. Für Steingläubige gilt er als Edelstein mit Stress abbauenden und Konzentration steigernden Eigenschaften. Ebenso soll er die Kreativität und das Selbstvertrauen fördern.

Rhodochrosit

Der rosafarbene Rhodochrosit fasziniert durch seine wunderschönen weißen Bänder, die ihn durchziehen.

Mineralgruppe: Nitrate, Carbonate, Borate

Härte nach Mohs: 4

Farbe: Rosarot, Himbeerrot, Fleischrot bis Braungrau, selten kristallin.

Eigenschaften: Wer Rosa liebt, der kommt am Rhodochrosit nicht vorbei: Er ist einer der Vorzeige-Edelsteine in dieser Farbe! Vom Rosenquarz mit seinem gleichmäßig milchigen Rosa unterscheiden ihn insbesondere seine lebendig wirkenden weißen Maserungen. Jeder Stein wird so zum aufregenden Unikat.

Vorkommen: Argentinien, Chile, Mexiko und Peru

Geschichte: Seit 1950 wurde der Rhodochrosit für das moderne Schmuckdesign wiederentdeckt. Seine Geschichte geht jedoch viel weiter zurück. So kannten ihn bereits die Griechen, denen er auch seinen Namen verdankt. „Rhodochrosit“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „rosenfarben“. Auch die Inkas kannten ihn und verehrten ihn als Stein der Liebe und des Herzens. Das größte Exemplar mit ca. 59,65 ct stammt aus Südafrika und befindet sich in Privatbesitz.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Rhodochrosit soll Blutdruck und Kreislauf anregen und bei Migräne helfen. Ihm wird auch nachgesagt, dass man sich durch ihn lebendiger und wacher fühlt.

Rhodolith

Der Rhodolith ist der Star aus der Familie der Granate und besticht durch seine markant violett-rote Farbe.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Samtiges Rot mit feinem, violettem oder himbeerrotem Unterton.

Eigenschaften: Rhodolith ist eine Varietät des Granats. Durch seine leuchtend rote Farbe wurde er im Altertum oft mit Rubinen verwechselt.

Vorkommen: Den Rhodolith findet man vor allem auf Madagaskar, in Ostafrika und auf Sri Lanka.

Geschichte: Der Name kommt aus dem griechischen „Rhodos“ was Rose bedeutet. Schon im Altertum wurde er als Edelstein verwendet und mit roten Granaten und anderen roten Edelsteinen wie Rubinen als Karfunkel bezeichnet. Wegen seiner gegenüber dem Rubin geringeren Härte und der damals eingeschränkten Möglichkeiten, harte Steine zu schleifen, war der Rhodolith als Schmuckstein sehr beliebt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Rhodolith wird nachgesagt, dass er Lebenslust, Herzlichkeit und Vertrauen fördert. Angeblich stärkt er auch den Körper und das Gedächtnis, spendet seinem Träger Mut und Hoffnung und vertreibt Melancholie.

Rosenquarz

Der elegante, rosafarbene bis hellviolette Rosenquarz zeichnet sich durch seine sehr feine, milchige Färbung aus.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Rosarot, milchig-trüb bis durchscheinend

Eigenschaften: Dank seiner leicht milchigen Farbe und dem dadurch besonders zarten und dezenten rosa Farbton wirkt der Rosenquarz dezent und ein wenig verträumt. Er wird gerne als Schmuckstein im Cabochonschliff oder als Dekostein beispielsweise bei Zimmerbrunnen verwendet.

Vorkommen: Die größten Vorkommen finden sich in Brasilien, Namibia und auf Madagaskar.

Geschichte: Seit der Antike gilt der Rosenquarz als Stein der Liebe. Im Mittelalter wurde er deshalb vermehrt zur Zubereitung von Liebeselixieren eingesetzt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Rosenquarz ist der Glücksstein der im Monat Januar Geborenen. Er gilt als starkes Liebes- und Fruchtbarkeitssymbol. Ihm wird außerdem nachgesagt, körperliche und geistige Schwächen des Liebeslebens zu heilen, von Sorgen zu befreien und die Empfindsamkeit zu stärken.

Rubin

Seine leuchtend rote Farbe, seine Härte, seine wundervolle Lichtbrechung und nicht zuletzt seine Seltenheit machen den Rubin zu einem der weltweit begehrtesten Edelsteine.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 9

Farbe: Rot in verschiedenen Tönungen

Eigenschaften: Nach dem Diamanten gehört der Rubin neben dem Saphir zu den härtesten Edelsteinen überhaupt. Da seine Farbe auch bei Kunstlicht sehr schön zur Geltung kommt, ist er als Schmuckstein zur Abendgarderobe ideal. Am begehrtesten sind Rubine mit einer sogenannten Taubenblutfarbe – einem reinen Rot mit Stich ins Bläuliche.

Vorkommen: Sri Lanka, Brasilien und Madagaskar.

Geschichte: Seinen Namen verdankt der Rubin seiner Farbe: Das Lateinische„Rubinus“ wird mit Rot übersetzt. Doch schon vor den Römern war der Rubin bekannt und hoch angesehen. Die Griechen beispielsweise glaubten, er sei die Mutter aller Edelsteine und sahen in ihm das Blut der Erde. Dementsprechend war er für sie der wertvollste Edelstein überhaupt! Im Mittelalter waren Rubine neben roten Spinellen und roten Granaten auch unter der Bezeichnung Karfunkelsteine bekannt. Seit 1835 werden Rubine auch künstlich hergestellt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Rubin ist der Glücksstein der im Monat Juli Geborenen. Rubine verkörpern seit Menschengedenken die Kraft der Liebe und des Lebens. Ihm wird nachgesagt, das Zusammenleben eines Liebespaars zu harmonisieren und für Verständnis und Treue zu sorgen. Außerdem sollen Rubine Glück zum 5. Hochzeitstag bringen.

Rutilquarz

Faszinierender Edelstein, der durch die eingewachsenen Rutilnadeln – auch Engelshaar genannt – seinen ganz besonderen Charme erhält.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Durchsichtig, mit rötlichen, goldenen, braunen oder silbernen, nadeligen Einschlüssen.

Eigenschaften: Beim Rutilquarz handelt es sich um einen Bergkristall mit Rutilkristallen. Diese Kristalle durchziehen ihn wie Nadeln und verleihen ihm sein charakteristisches Aussehen. So wird jeder einzelne Stein zum unverwechselbaren Kunstwerk und jedes Schmuckstück, das einen Rutilquarz enthält, zum Unikat! Rutilquarze sind als Rohstein, Kristall, Trommelstein, Kette, Anhänger, oder Dekogegenstand erhältlich. Je goldener die eingeschlossenen Rutilnadeln, desto begehrter ist das Exemplar.

Vorkommen: Neben Brasilien findet man den Rutilquarz vor allem in Österreich und der Schweiz.

Geschichte: Ähnlich wie sein „reiner“ Bruder, der Bergkristall, genoss der Rutilquarz in der Antike hohes Ansehen und galt als Stein der Weisheit. Außerdem soll nach der griechischen Mythologie das Flussbett des Unterweltflusses Styx aus Rutilquarz bestanden haben.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Rutilquarz wird nachgesagt, er könne auf der Suche nach der eigene Wahrheit behilflich sein und zur Selbstverwirklichung führen. Auch soll er bei Mitmenschen den Drang nach Aufrichtigkeit auslösen.

S

Saphir

Am höchsten geschätzt sind Saphire mit dem wunderbar leuchtenden Blau einer Kornblume. Es gibt aber auch sehr exklusive, andersfarbige Saphire im Handel.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 9

Farbe: Blau in verschiedenen Tönungen, aber auch Violett, Grün, Gelb, Orange, Rosa, farblos und Schwarz.

Eigenschaften: Nach dem Diamanten gehört der Saphir neben dem Rubin zu den härtesten Edelsteinen überhaupt. Neben den bekannten blauen Saphiren sind oft auch schöne, andersfarbige Varietäten im Handel erhältlich. Gelbe, pinke, orange (Padparadscha) und als Besonderheit auch Sternsaphire. Der Name Saphir ohne Zusatz meint jedoch immer den blauen Saphir.

Vorkommen: Die reichhaltigsten Vorkommen dieses wundervollen Edelsteins findet man auf Sri Lanka, in Indien und in Australien.

Geschichte: Der Name Saphir (griechisch „Blau“) wurde früher für verschiedene Steine verwendet, meist für den heutigen Lapislazuli. Schon in der Antike wurde der Saphir als Stein der Klugheit und Vernunft verehrt. Der größte jemals geschliffene Saphir ist der "Stern von Indien" mit einem Gewicht von 563,35 Karat. Der in Sri Lanka gefundene Stein wurde 1901 durch John Pierpont Morgan an das American Museum of Natural History übereignet und kann dort besichtigt werden.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Saphir ist der Glücksstein der im Monat September Geborenen. Der himmelblauen Variante des Saphirs wird nachgesagt, er könne Ruhe, Reinheit und Frieden bringen.

Smaragd

Smaragde sind seltener als Diamanten und in Spitzenqualität sogar noch wertvoller. Ihr tiefer Grünton ist so einzigartig, dass man ihn als „Smaragdgrün“ bezeichnet.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 8

Farbe: „Smaragdgrün“

Eigenschaften: Gesucht werden vor allem Smaragde mit einem satten, leuchtenden Grün bei großer Reinheit. Einschlüsse spielen hierbei allerdings nicht die Rolle wie zum Beispiel bei Diamanten. Sie sollten bei der Lichtbrechung nur nicht zu sehr stören. Gute, durchsichtige Smaragde werden facettiert geschliffen. Den typischen, achteckigen Treppenschliff nennt man daher auch "Smaragdschliff". Smaragde sind sehr schwierig zu finden und deshalb seltener als Diamanten. So können auch Smaragde aus Brasilien mit ihrem kräftigen Grün höhere Preise erzielen als gleichgroße Diamanten.

Vorkommen: Vor allem Kolumbien, Brasilien aber auch Zimbabwe und Pakistan sind für Ihre Smaragdvorkommen bekannt.

Geschichte: Mehr als tausend Jahre lang versorgten ägyptische Bergwerke Europa mit den kostbaren Steinen. Dieses Monopol fiel erst 1573, als die Spanier das Muzo-Bergwerk in Kolumbien eroberten. Einer der größten Smaragde der Welt ist der „Mogul-Smaragd“. Er wiegt 217,80 Karat und ist rund 10 cm hoch. Eine Seite ist mit Gebetstexten beschriftet, auf der anderen Seite sind prächtige Blumenornamente eingraviert. Der legendäre Smaragd wurde am 28. September 2001 durch Christie´s of London für 2,2 Millionen US $ an einen unbekannten Käufer versteigert.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Smaragd ist der Glücksstein der im Monat Mai Geborenen. Ihm wird eine starke Wirkung auf die Augen nachgesagt. Auch soll er Freundschaft, Liebe und Partnerschaft fördern sowie geistig jung halten.

Sodalith

Wegen seiner wundervollen blauen Tönung und seiner weißen Adern wird der Sodalith auch „Bruder des Lapislazuli“ genannt.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 5,5-6

Farbe: Blautöne mit Stich ins Violette, häufig mit weißen Adern aus Calcit durchzogen.

Eigenschaften: Nur Sodalith in Blautönen wird zu Schmuck verarbeitet. Er ist farblich und mineralogisch mit dem Lapislazuli verwandt. Seine Einschlüsse sind allerdings weiß und nicht – wie beim Lapislazuli – golden.

Vorkommen: Brasilien, Grönland, Indien und Namibia.

Geschichte: Bereits bei den Römern und Griechen galt der Sodalith als Förderer der Kreativität und war daher bei Sängern, Bildhauern, Malern und Dichtern sehr beliebt. Diese Tradition hielt sich bis ins Mittelalter. Er erhielt 1811 seinen Namen wegen des hohen Natriumgehaltes aus dem Lateinischen „Soda“ (Natrium) und dem Griechischen „Lith“ (Stein).

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Sodalith wird nachgesagt, die Intuition zu fördern und für ein emotionales Gleichgewicht zu sorgen.

Spinell

Der Spinell ist ein farblich sehr vielseitiger und äußerst beliebter Schmuckstein. Besonders die roten Spinelle sind sehr begehrt.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 8

Farbe: Alle Farben, die beliebteste ist Rot.

Eigenschaften: In der Mineralogie versteht man unter Spinell eine ganze Gruppe ähnlicher Mineralien. Edelsteinqualität besitzen davon: Rubicell (gelbliche, orange und bräunliche Varietät), Balas-Spinell (blassrote Varietät), Pleonast (dunkelgrüner bis schwarzer Spinell), Hercynit (dunkelgrüner bis schwarzer Spinell), Gahnit (bläulicher, violetter oder dunkelgrüner Spinell), Gahnospinell (blauer bis dunkelblauer Spinell), Picotit (bräunlicher, dunkelgrüner oder schwärzlicher Spinell).

Vorkommen: Australien, Brasilien und Madagaskar.

Geschichte: Die Herkunft des Namens ist ungewiss. Es wird vermutet, dass er sich aus dem Griechischen (von „Funke“) oder Lateinischen „Spina“ („Spitze“) ableitet. Erst vor 160 Jahren wurde Spinell als selbständiges Mineral erkannt. Davor zählte man es zu den Rubinen. Einige bekannte, früher den Rubinen zugeordnete Edelsteine, sind tatsächlich Spinelle, zum Beispiel der „Black Prince’s Ruby“ in der englischen Krone. Die beiden größten Spinelle wiegen je 520 Karat und befinden sich im Britischen Museum in London.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Spinell wird nachgesagt, beim Fasten zu helfen. Außerdem soll Dynamik und Selbstvertrauen fördern und gegen Angst und Stress wirken.

Swarovski Zirconia

Brillanz in einer neuen Dimension

Die einzigartige Brillanz des Pure Brilliance Zirconia von Swarovski entspricht der eines Diamanten von höchster Qualität. Somit ist der Swarovski Zirconia der feinste und einem Diamanten ähnlichste Zirconia, der auf dem Markt erhältlich ist.

Der Grund für diese einzigartige Brillanz liegt im einmaligen Präzisionsschliff, dem „Pure Brilliance Cut“, der dem Brillantschliff sehr nahe kommt.

Als Qualitätssiegel ist jeder Zirconia Stein zudem mit der Bezeichnung SWAROVSKI ZIRCONIA graviert.

Swarovski Zirconia ist ein Qualitätsprodukt „made in Austria“, das die weltweit anspruchsvollsten sozialen und ökologischen Standards erfüllt. Das Label „Made with SWAROVSKI ZIRCONIA“ gilt als Identifikationssymbol für die Produkte der Swarovski Partner und unterstreicht deren Wert und garantiert höchste Zirconia-Qualität.

T

Tansanit

Das wundervolle, tiefe Blau mit einem Hauch Purpur macht den Tansanit zu einem absolut faszinierenden Edelsten. Er ist sehr exklusiv, denn es gibt Ihn weltweit nur in Tansania.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Ultramarinblau bis helles Violett

Eigenschaften: Größere Steine aus Tansanit sind selten. Es werden meist nur kleinere Körner gefunden. Je größer der Stein, desto fantastischer sein tiefes Blau. Durch starke Hitze, z.B. bei Reparaturarbeiten, verändert sich seine Farbe. Der Tansanit wirkt bei Tageslicht mehr blau, bei Kunstlicht mehr violett.

Vorkommen: Der Tansanit kommt ausschließlich im ostafrikanischen Tansania vor.

Geschichte: Erst 1967 wurde der Tansanit in der Nähe des Kilimandscharo entdeckt. Die weltberühmte Juweliersfirma Tiffany erkannte die großartige Gelegenheit, der Welt einen bis dato völlig unbekannten, wunderschönen Edelstein zu präsentieren und führte ihn zwei Jahre später mit einer groß angelegten Werbekampagne auf dem Schmuckmarkt ein. Der Name Tansanit wurde in Anlehnung an seine Fundstelle in Tansania gewählt. Die US-Schauspielerin Elisabeth Taylor soll sehr schönen Schmuck aus kornblumenblauem Tansanit besitzen. Leider sind die Fundgebiete heute nahezu erschöpft.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Tansanit wird nachgesagt zu helfen, wenn Krisen zu bewältigen sind und neues Vertrauen geschöpft werden muss. Er soll ein treuer Begleiter auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens sein.

Tigerauge

Charakteristisch für das Tigerauge ist seine goldgelbe Einfärbung und sein flächiger Schimmer, der an das Auge eines Tigers erinnert.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Goldgelb bis Goldbraun

Eigenschaften: Das Tigerauge ist undurchsichtig und hat durch seine feinen, parallel ausgerichteten Fasern aus Hornblende einen sehr charakteristischen, flächigen Schimmer (Chatoyance). Farbige Tigeraugen sind künstlich gefärbt.

Vorkommen: Südafrika, Westaustralien, Namibia und Indien.

Geschichte: Beim genauen Betrachten und mit ein wenig Fantasie erkennt man in diesem Edelstein ein Tigerauge. Daher stammt auch sein Name. In sehr alten Schriften ist überliefert, dass die Araber und die Griechen das Tigerauge als Stein verehrten, der seinen Träger lustig mache und seine Wachsamkeit erhöhe. Im Mittelalter trug man ihn, um sich vor dem bösen Blick und vor Verhexungen zu schützen. Kreuzritter und frühe Eroberer besaßen das Tigerauge, um vor Gefahren sicher zu sein.

Mythen, Legenden und Astrologie: Das Tigerauge ist der Glücksstein der im November Geborenen. Seinem Träger soll er mehr Sicherheit beim Umgang in finanziellen Angelegenheiten geben, die Konzentration stärken und für Ausgeglichenheit in familiären Dingen sorgen.

Topas

Seine Härte, seine hohe Lichtbrechung und seine Transparenz charakterisieren den edlen, in der Farbgebung sehr vielseitigen Topas.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 8

Farbe: Gelbbraun, Blau, Violett, Rot oder farblos

Eigenschaften: Der Topas ist ein sehr harter Stein. Bei Gold-, Madeira- und Rauchtopasen handelt es sich trotz ihrer Namen allerdings nicht um echte Topase. Die ersten beiden sind Handelsnamen für Citrin oder gelb gebrannten Amethyst, der letzte ist ein Rauchquarz. Die farblose Farbvariante wird auch Weißtopas genannt. Um Verwechslungen mit künstlich hergestellten Steinen auszuschließen, wird der echte Topas im Handel gern als Edel-Topas bezeichnet. Am wertvollsten ist er in Rosa bis Rötlichorange.

Vorkommen: Reiche Lagerstätten diese begehrten Steins finden sich in Brasilien, Pakistan, Russland und Madagaskar.

Geschichte: Die Namensherkunft dieses schönen Steins ist umstritten. Nach Aufzeichnungen des römischen Gelehrten Plinius des Älteren stammt der Name Topas von der Insel Topazos ab, die im Roten Meer liegt. Dort wurde aber kein Topas gefördert, sondern das Mineral Olivin, das lange mit Topas verwechselt wurde. Eine andere Erklärung führt den Namen auf das altindische Wort „tapas“ zurück. Es bedeutet „Feuer“ oder „Leuchten“. In der Geschichte verwechselte man Topase mit vielerlei Edelsteinen. Zum Beispiel wurde 1740 ein 1680karätiger Topas, der so genannte Braganza-Diamant, im Glauben, es handele sich um einen echten Diamanten, in die portugiesische Krone eingesetzt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Topas ist der Glücksstein der im November Geborenen. Er soll bei seinem Träger Traurigkeit, Zorn und Albträume vertreiben und vor Giften warnen. Männer macht er angeblich schön und intelligent, Frauen fruchtbar und fröhlich.

Tsavorit

(auch: Tsavolith)

Sein lebhaft leuchtendes Grün, seine hohe Lichtbrechung und seine große Brillanz machen den Tsavorit so begehrenswert. Sogar kleine Steine besitzen eine starke Leuchtkraft.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7,5

Farbe: Von hellem Grün über intensives Blaugrün bis zu tiefem Waldgrün

Eigenschaften: Der Tsavorit ist die smaragdgrüne Varietät von Grossular. Er eignet sich gut für die beliebte Fassart „Invisible Setting“, bei der die Steine dicht an dicht gefasst werden. Dank seiner hohen Brillanz ist er ein ebenbürtiger Partner für die Klassiker Diamant, Rubin und Saphir. Er wird im Gegensatz zu manch anderem Edelstein weder gebrannt noch geölt. Rohkristalle mit mehr als fünf Karat sind selten. Doch gehört es gerade zu den Besonderheiten dieses Edelsteins, dass er schon in kleinen Größen eine starke Leuchtkraft besitzt. Und dabei ist er wesentlich unempfindlicher als ein Smaragd.

Vorkommen: Den Tsavorit findet man vor allem in Kenia, Tansania, Sambia und Kanada.

Geschichte: Im Jahr 1967 wurde der Tsavorit vom britischen Geologen Campell R. Bridges in den Bergen im Nordosten Tansanias entdeckt. Damals verbot aber die Regierung, den Stein auszuführen. 1971 entdeckte Campell R. Bridges den Tsavorit zum zweiten Mal, diesmal in Kenia. Er registrierte den Fund offiziell und begann mit der Ausbeute der Fundstelle. Das Spitzenstück, das der Erstentdecker aus seiner Mine in diesem Gebiet bergen konnte, war nur sieben Karat schwer und ergab einen tiefgrünen, geschliffenen Stein von 2,17 Karat. Den Namen Tsavorit erhielt der Stein zu Ehren des Tsavo-Nationalparks und des Flusses Tsavo, die beide in der Nähe der Fundstellen liegen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Es heißt, ein Tsavorit sei schwierig zu verstecken. Sein funkelndes Licht sei selbst noch durch die Kleidung hindurch zu sehen. Geistig soll er für Aufbau stehen und Ungebundenheit vermitteln. Ihm wird die Fähigkeit nachgesagt zu entgiften.

Türkis

Charakteristisch für den Türkis ist das einzigartige, traumhaft schöne Blau. Häufig durchziehen ihn dunkle Netze und Verfärbungen.

Mineralgruppe: Phosphate, Arsenate, Vanadate

Härte nach Mohs: 6

Farbe: Himmelblau bis Blaugrün

Eigenschaften: Die begehrteste Farbe ist ein klares Himmelblau, das bei Tages- wie auch bei Lampenlicht seine Schönheit behält. Weitaus am häufigsten verkauft wird heute der amerikanische oder mexikanische, hellblaue, grünlich-blaue und blaugrüne Türkis, der meistens von braunen, dunkelgrauen oder schwarzen Adern anderer Mineralien oder von Nebengestein durchzogen ist.

Vorkommen: Die meisten Türkise werden in Mexiko, in den USA und China gefunden, die schönsten im Iran.

Geschichte: Die Ägypter förderten schon vor tausenden von Jahren einen gelblich-grünen Türkis mit Maserung. Für die Perser waren die blauen Steine seit eh und je Glücksbringer – ihre Könige trugen sie zum Schutz vor unnatürlichem Tod. Türkise sind aber auch die heiligen Steine der Indianer. Für sie verband der Türkis den Himmel mit den Seen. Hauptlieferant für Türkise in Topqualität (einem klaren Himmelblau) ist der Iran. In dortigen Schatzkammern schlummern auch die größten und schönsten Stücke.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Türkis ist der Glücksstein der im Dezember Geborenen. Er soll das Herz stärken und bei Depressionen helfen. Traurige, deprimierte Menschen sollen ihn tragen, weil der Türkis angeblich fröhlich macht und hilft Schweres leichter zu ertragen.

Turmalin

In seiner Vielfarbigkeit wird der Turmalin von keinem anderen Edelstein übertroffen. Wenn man ihn dreht, schimmert er in verschiedenen Farben.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Farblos, Rosa, Rot, Gelb, Braun, Grün, Blau, Violett, Schwarz und mehrfarbig.

Eigenschaften: Einfarbige Turmaline sind recht selten. Bei Turmalinen differenziert man zwischen Achroit (farblos), Rubellit (rötlich), Dravit (Gelbbraun bis Dunkelbraun), Verdelith (Grün), Indigolith (alle blauen Tönungen), Siberit (Lilarot bis Violettblau), Schörl (Schwarz), Elbait, Dravit, Buergerit, Tsilaisit, Uvit, Liddicoatit.

Vorkommen: Brasilien, Sri Lanka, Afrika, Pakistan, Afghanistan und in den USA.

Geschichte: Turmaline waren schon in der Antike im Mittelmeerraum bekannt. Doch erst als ihn ab 1703 die Holländer von Ceylon nach Europa einführten, begann sein Siegeszug. Die holländischen Kaufleute bezeichneten die neuen Edelsteine nach einem singhalesischen Wort als „turamali“, was so viel bedeutet wie „Stein mit gemischten Farben“. Wegen seiner großen Farbpalette wurde und wird der Turmalin von Laien häufig mit anderen Edelsteinen verwechselt. Historisch belegt ist zum Beispiel ein 255 Karat schwerer, rubinroter Rubellit aus dem Kremlschatz, der lange für einen Rubin gehalten wurde. Das bekannteste Beispiel für rote Turmaline dürfte heute die Meisterschale der Fußball Bundesliga sein, die mit insgesamt 16 Turmalinen besetzt ist.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Turmalin ist der Glücksstein der im Oktober Geborenen. Dem Turmalin wird nachgesagt, Gesundheit, Freundschaft, Liebe und Selbstvertrauen zu schenken.

W

Weißtopas

Beim Weißtopas handelt es sich um die farblose Farbvarietät des Topases (-> siehe Topas).

Z

Zirkon

Der Zirkon war bis 1978/79 die beste natürliche Diamantimitation. Aufgrund seiner hohen Lichtbrechung weist er eine erstklassige Brillanz und ein intensives Feuer auf.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6,5-7,5

Farbe: Farblos, Goldgelb, Rot, Braun und Blau.

Eigenschaften: Die Schönheit und Brillanz des Zirkon ist so intensiv, dass er bis Anfang der 80er Jahre als Diamantenersatz diente. Diese Karriere endete aber abrupt, als der künstliche Zirkonia erfunden wurde und seitdem als deutlich günstigeres Diamantimitat verbreitet wurde. Seitdem hat der Zirkon zwar an Breitenwirkung verloren, erfreut sich aber dank seiner Schönheit weiterhin eines ganz besonderen Rufs bei Edelsteinkennern.

Vorkommen: Der Zirkon lagert vor allem in Brasilien, Madagaskar, Sri Lanka, und Australien.

Geschichte: Der Zirkon verdankt seinen Namen entweder dem persischen „zargun“ (goldfarben) oder dem arabischen „zarqun“ (Zinnober). Im Altertum war er auch unter dem Hyazinth bekannt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Zirkon ist der Glücksstein der im Dezember Geborenen. Ihm wird nachgesagt, dass er Schmerzen lindert und gegen Minderwertigkeitsgefühle hilft.

Zirkonia

Diese hochwertige Diamantenimitation ist so perfekt, dass selbst Experten mit bloßem Auge nur schwer den Unterschied feststellen können.

Mineralgruppe: -

Härte nach Mohs: 8,5

Farbe: Farblos, Gelb, Orange, Violett, Grün und mischfarbig.

Eigenschaften: Künstliches Produkt aus Baddeleyit (Zirkoniumoxid ZrO2). Auch Experten können mit bloßen Augen nur schwer den Unterschied zwischen Zirkonia und Diamanten erkennen. Erst unter der Lupe oder dem Mikroskop werden die verschiedenen Strukturen deutlich.

Vorkommen: -

Geschichte: 1977 wurde Zirkonia zum ersten Mal hergestellt und auf den Markt gebracht.

Mythen, Legenden und Astrologie: -

Zoisit

Sammelbezeichnung für eine ganze Gruppe von Steinen, zu denen auch der Tansanit als prominentester Vertreter gehört.

siehe -> Tansanit

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6,5

Farbe: Farblos, Gelb, Grün, Rosa, Rot, Blau und Grau, Violett

Eigenschaften: Der Zoisit ist erst seit etwa zwei Jahrhunderten bekannt. Seine blauen Farbvarietät, der Tansanit, wurde sogar erst 1967 in Tansania entdeckt. Neben dem Tansanit hat Zoisit zwei weitere bedeutende Varietäten: den pinkfarbenen Thulit und den grünen Anyolit. Thulit und Anyolit werden besonders gerne in Cabochonform - also unten flach und oben gewölbt - geschliffen. Außerdem lassen sie sich auch sehr gut für Halsketten und kleinere Ziergegenstände verwenden. Weltruhm haben hierbei die Tiffany-Schmuckkreationen aus Zoisit erreicht.

Vorkommen: Österreich, Schweiz, Indien, Pakistan und in den USA

Geschichte: Der Zoisit wurde erst im 19. Jahrhundert bekannt und besonders in Verbindung mit seinem Begleitmineral Rubin geschätzt. Ursprünglich hieß der Zoisit nach seinem ersten Fundort Saualpit, weil der österreichische Kaufmann Siegmund Freiherr von Zois diesen Stein im Jahre 1805 auf der österreichischen Saualpe in Kärnten entdeckte. Mittlerweile hat sich die Benennung nach seinem Entdecker durchgesetzt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Von Steingläubigen wird der Zoisit eingesetzt, um Heilungen zu beschleunigen.

D

Diamant

Kein anderer Stein ist härter, kein anderer Stein funkelt intensiver, kein anderer Stein ist so begehrt. Es bleibt dabei: „Diamonds are a girl’s best friend!“

Mineralgruppe: Elemente

Härte nach Mohs: 10

Farbe: alle Farben möglich

Eigenschaften: Er ist zweifellos der König der Edelsteine! Besonders berühmte Diamanten haben sogar eigene Namen, wie beispielsweise der „Koh-I-Noor“. Ein Flair des Märchenhaften umgibt sie und sie sind oft Legenden. Dank seiner Härte gilt der Diamant als Symbol der unzerbrechlichen Liebe und ist traditioneller Schmuckstein von Verlobungs- oder Eheringen. Tatsächlich ist er aber nicht nur der härteste aller Edelsteine, sondern aufgrund seiner fantastischen Lichtbrechung auch der funkelndste und wertvollste.

Vorkommen: Die größten Diamantenvorkommen befinden sich in Australien, Russland, Südafrika und Namibia.

Geschichte: Sein Name stammt aus dem Griechischen und bezieht sich auf seine Härte: „adamas“, „der Unbezwingbare“. Der erste überlieferte Diamantenfund stammt aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. aus Indien. Bereits damals sagte man Diamanten magische Wirkungen nach, weshalb man sie auch als Talismane nutzte. Diamanten waren auch bei den alten Römern bekannt und wurden sehr geschätzt. Erst im 13. Jahrhundert entdeckte man, dass sich Diamanten bearbeiten lassen. Der heute typische Brillantschliff wurde jedoch erst um 1910 entwickelt.

Der Brillantschliff: Der heutige typische Brillantschliff wurde jedoch erst um 1910 entwickelt. Besonders wertvolle Diamanten werden durch den Brillant-Schliff veredelt. Unter allen Schliff-Formen ist er der Klassiker und wird auch Vollschliff genannt. Erst durch den Brillant-Schliff bekommt der Diamant 56 Facetten und darf als „Brillant“ bezeichnet werden. Unter dem Begriff »Brillantschliff« ist die runde Form zu verstehen, die im Oberteil mindestens 32 Facetten (Tafel nicht inbegriffen) und im Unterteil mindestens 24 Facetten (Kalette nicht inbegriffen) aufweist.

Die Klassifizierung durch die 4 Cs: Der Diamant und natürlich auch der Brillant sind die einzigen Edelsteine, die international verbindlich durch die 4Cs klassifiziert sind. Die sogenannten 4Cs Carat (Gewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit) und Cut (Schliff) legen eindeutig die Eigenschaften des Diamanten fest und geben so eine immer gültige Beschreibung des Edelsteins.

Mythen, Legenden und Astrologie: Geistig steht der Diamant für Unbezwingbarkeit und Unbesiegbarkeit und soll reinigend und kräftigend auf das Gehirn wirken. Der Diamant ist der Glücksstein der im Monat April Geborenen.
Weitere Informationen und vor allem auch Angebote zum Thema Diamant finden Sie auf unserer extra Seite "Faszination Diamant".

Dichroit

-> siehe: Iolith

F

Feueropal

-> siehe auch: Opal

Kraftvoller Edelstein mit temperamentvoller Farbe. Der Feueropal steht für Leidenschaft und Sinnlichkeit.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 5,5-6

Farbe: gelb, orange, rot

Eigenschaften: Der Feueropal ist der einzige Edelstein, in dem Orange in allen Abstufungen von Gelb bis Rot vorkommt und erfreut sich daher besonderer Beliebtheit. Dieses Farbfeuer ist auch sein besonderes Kennzeichen und macht ihn zu einem begehrten Schmuckstein. Das für die Steingruppe der Edelopale an sich typische regenbogenartige Schillern (=„Opalisieren“) hingegen weist er nicht auf. Wer einen Feueropal sein eigen nennt, sollte ihm ausreichend Pflege angedeihen lassen: Der etwas empfindliche Stein darf keinen Laugen (z.B. Seife) ausgesetzt werden und sollte nach Möglichkeit in einem feuchten Tuch aufbewahrt werden (sonst besteht die Gefahr des Austrocknens).

Vorkommen: Von alters her bis in unsere Zeit ist Mexiko der Hauptfundort für diesen wunderschönen Stein.

Geschichte: Bereits die Mayas und Azteken gruben nach Feueropalen und verwendeten sie als Schmuck, zur Gestaltung von Mosaiken und für kultische Zwecke. Auch auf dem indischen Subkontinent war er ein begehrter Edelstein. In der Neuzeit kam es erst ab 1835 zu einem systematischen Abbau.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Feueropal soll die Lebensfreude verstärken, die Sinne aktivieren und aufgeschlossen sowie risikofreudig machen. Der Opal ist der Glücksstein der im Monat Oktober Geborenen.

Fluorit

Auch unter dem deutschen Namen Flussspat bekannt, der sich auf die Verwendung als Flussmittel in der Metallverarbeitung bezieht. (Lateinisch fluere = fließen)

Mineralgruppe: Halogenide

Härte nach Mohs: 4

Farbe: von farblos bis hin zu fast allen Farben

Eigenschaften: Zeigt starke Fluoreszenz bei Bestrahlung mit ultraviolettem Licht.

Vorkommen: Mexiko, Norwegen, China, Brasilien, Schweiz aber auch im Schwarzwald und in der Oberpfalz.

Geschichte: Fluorit war bereits im antiken Griechenland bekannt. Ein besonderes Merkmal ist die sichtbar werdende Fluoreszenz unter UV-Licht, die der Mineraloge Friedrich Mohs im Jahre 1824 entdeckte.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Fluorit soll die Konzentrationsschwäche lindern und die Fähigkeit zur Entscheidungsfreudigkeit verbessern. Des Weiteren werden ihm Abbau von Stress und Steigerung des Selbstvertrauens nachgesagt.

Fuchsit

Der Fuchsit ist eine chromhaltige Variante des Muskovit.

Mineralgruppe: Muskovit

Härte nach Mohs: 2 – 2 1/2

Farbe: grünblau, smaragdgrün, silbrig grün

Eigenschaften: Der Fuchsit ist ein sehr weiches Mineral. Er erscheint blättrig und lässt sich gut spalten. Aufgrund seiner schichtartigen Kristallbildung ist der Fuchsit nicht einfach zu verarbeiten. Vorkommen: Der Fuchsit findet sich in vielen Ländern auf allen Kontinenten. Zum Beispiel in Australien, Brasilien, Paraguay, China, den USA, Kanada, Tansania, Schottland und auch in Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Geschichte: Der Fuchsit wurde nach seinem Entdecker, dem Mineralogen Johann Nepomuk von Fuchs, benannt.

Mythen, Legenden, Astrologie: Als Heilstein soll der Fuchsit seinem Träger durch sanfte Energie helfen, ausgeglichener zu sein. Er soll vor dem Druck, den andere Menschen ausüben, schützen und eine distanziertere Betrachtung der Situation fördern. Allgemein steht er für Heiterkeit, Lebensfreude und Herz.

G

Granat

Der Granat ist klar, ausdrucksstark und von hoher Brillanz. In seiner roten Version ist er ein Klassiker unter den Edelsteinen.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7-7,5

Farbe: grün, gelb, rot

Eigenschaften: Der Granat ist ein besonders edler Schmuckstein. Er besticht durch eine hohe Lichtbrechung, die ihm ein inneres Glimmen zu verleihen scheint, und er ist relativ unempfindlich. Man unterscheidet je nach der Farbe den dunkelroten Pyrop, den rotschwarzen Almandin, den smaragdgrünen Uwarowit, den gelbgrünen Andradit, den schwarzen Schorlomit und Melanit, den transparent-grünlichen Demantoid und den orangeroten Spessartin.

Vorkommen: Die meisten Granate stammen heute aus den USA, aus Südafrika, Indien und Sri Lanka.

Geschichte: Der Name Granat kommt aus dem Griechischen und bedeutet „das Korn“, da diese Mineralien rundliche Kristalle bilden. Man findet sie im Schmuck aus frühen ägyptischen, griechischen und römischen Zeiten sowie aus dem Mittelalter. In der letztgenannten Periode bezeichnete man den roten Granat auch als "Karfunkelstein" – ein Begriff, der sich bis heute in den Märchen erhalten hat. Granate waren damals beliebt als Talisman und als Schutzstein, denn man glaubte, sie könnten die Nacht erhellen und seinen Träger vor Unheil schützen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Granat soll die Kraft haben, Melancholie zu vertreiben. Er ist der Glücksstein der im Monat Januar Geborenen.

H

Hämatit

Der Hämatit bringt metallischen Glanz in die Welt der Steine.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 5,5 bis 6

Farbe: schwarz mit metallisch glänzender Oberfläche

Eigenschaften: Der Hämatit ist eine besondere Eisenvarietät. Er findet Verwendung als (Eisen-)Rohstoff, als Poliermittel, als Bleistiftmine (für Rötelstift) und wurde früher wegen seiner hohen Reflektivität als Spiegel genutzt. Aber auch als Schmuckstein ist er von großer Bedeutung, da er mit seinem silbrig-schwarzen Glanz eine ganz eigene Farbnote mitbringt, die ihn unverwechselbar und besonders macht.

Vorkommen: Das Mineral findet sich weltweit. Mehr als die Hälfte kommt heute aus der Volksrepublik China, Brasilien und Australien.

Geschichte: Seinen Namen verdankt der Hämatit dem griechischen „haimatoeis“ (= blutig), weswegen er auch Blutstein genannt wird. Diese auf den ersten Blick irreführende Bezeichnung für diesen metallisch schwarzen Stein beruht auf der Eigenart des Hämatit’, das Schleifwasser bei der Verarbeitung blutrot zu färben. Im alten Ägypten ehrte man ihn daher als ''göttliches Blut'', das Frieden bringen und erhalten sollte. Außerdem sollte der Stein nach ägyptischem Glauben das Weiterleben des Pharaos im Jenseits sichern: Man fand ihn deshalb in fast allen Pharaonengräbern – wie z.B. auch im berühmten Grab des Tut-Ench-Amun – unter dem Kopf des Verstorbenen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Hämatit schenkt seinem Träger angeblich Lebensfreude und soll ihm Kraft geben, sein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

I

Iolith (auch: Dichroit oder Cordierit)

Meist klarer, blauer Stein, der facettiert besonders gut zur Geltung kommt.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7-7,5

Farbe: dunkelblau, blaugrau, violett

Eigenschaften: Der Iolith ist ein außergewöhnlich schöner Schmuckstein, der sich besonders gut als Ringstein eignet und insbesondere in Kombination mit Mondsteinen oder Diamanten gut zur Geltung kommt. Eine besondere Eigenschaft hat ihm den Beinamen „Sonnenstein“ eingebracht: Entsprechend geschliffen zeigt er nämlich den Stand der Sonne an, selbst wenn diese hinter Wolken verborgen ist. Die Wikinger setzten ihn daher bei bedecktem Himmel ein, um weiter nach der Sonne navigieren zu können. Ursache für dieses außergewöhnliche Phänomen sind unterschiedliche Polarisationsebenen des Steins. Je nach Einstrahlrichtung des Lichtes färbt sich der Iolith gelb oder blau.

Vorkommen: Zu den Lagerstätten zählen Sri Lanka, Indien, Kanada und die USA.

Geschichte: Der Iolith hat drei Namen. Seinen ersten erhielt er vom französischen Mineralogen Cordier. Dieser hatte das Mineral wegen seiner Zweifarbigkeit ursprünglich Dichroit genannt. Später wurde der Stein dann zu Ehren Cordiers nach diesem benannt. Schließlich kam noch ein Dritter Name in Umlauf: Iolith, nach dem griechischen "ion" = Veilchen (wegen seiner oftmals veilchenblauen Farbe) und "lithos" = Stein. Alle drei Namen existieren heute gleichberechtigt nebeneinander.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Iolith soll zu Selbstsicherheit verhelfen und das innere Gleichgewicht unterstützen.

J

Jade

Ausdrucksstarke Maserungen und ein dezenter Farbton sind die Markenzeichen der Jade. In China gilt sie als bedeutendster Glücksstein.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 5,5 bis 6,5

Farbe: Grün in mehr oder weniger kräftigen Nuancen. Auch gelb, grau, bläulich, rötlich, braun und elfenbeinweiß möglich.

Eigenschaften: Jade ist wieder im Kommen: In den letzten Jahren haben kreative Edelsteingestalter das lange Zeit eher traditionell geprägte Bild des Steins mit geschmackvollen, zeitgemäßen Schmuckdesigns kräftig aufpoliert und so für neuen Schwung auf dem Schmuckmarkt gesorgt. Und das zu Recht: Denn der meist milchig-dezente Edelstein mit seinen Äderchen, Flecken und Streifen ist von ganz besonderem Reiz. Ob zu dünnen Scheiben verarbeitet, als Anhänger oder als hochwertiges Deko-Objekt – Jade wirkt stets vornehm und individuell.

Vorkommen: Jade findet sich besonders häufig in China, Neuseeland, Russland und Guatemala.

Geschichte: Jade ist vor allem der Stein der Chinesen: Bereits 3.000 v. Ch. galt Jade in China als „königlicher Edelstein“ und hatte eine Bedeutung vergleichbar etwa derjenigen, die Gold und Diamanten im Abendland besaßen. Man verwendete Jade sowohl für feinste Kunst- und Kultfiguren wie auch als Grabbeigabe für hochrangige Mitglieder des Kaiserhauses. Auch heute noch gilt dieser Edelstein in China als Sinnbild für das Schöne und Kostbare. Eine ähnliche Rolle spielte Jade in Mittelamerika, wo ihre kunstvolle Verarbeitung jedoch mit der Auslöschung der indianischen Hochkulturen durch die europäischen Eroberer abrupt beendet wurde. Ihren Namen verdankt die Jade dem Glauben an ihre besondere heilkräftige Wirkung: Er geht zurück auf das spanische „piedra de ijada“ (= Lendenstein), weil man ihn als Schutz- und Heilmittel gegen Nierenleiden betrachtete.

Mythen, Legenden und Astrologie: Jade wirkt angeblich ausgleichend. Sie soll nervöse Menschen beruhigen und antriebsschwachen Menschen Energie zuführen.

Jaspis

Jaspis hat tausend Gesichter: Kaum ein anderer Stein zeigt sich in so vielen verschiedenen Erscheinungsformen.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 6,5-7

Farbe: weiß, gelb, braun, rot

Eigenschaften: Jaspis gewinnt seinen besonderen Reiz durch seine vielfältigen und oftmals bizarr wirkenden Maserungen und Einschlüsse, die jedem einzelnen Stein einen ganz besonderen, unverwechselbaren Ausdruck verleihen. Im Handel trägt er daher rund 70 verschiedene Namen, je nachdem, welche Farben oder Einschlüsse er aufzuweisen hat. Bei besonders schöner Maserung wird er als klassischer Schmuckstein verwendet, ansonsten kann man ihn auch in Zimmerbrunnen und Kristallschalen finden.

Vorkommen: Als Hauptlagerstätten gelten Russland und Südafrika.

Geschichte: Wer sich den größten jemals gefundenen Jaspis der Welt anschauen möchte, muss nicht weit reisen. Es handelt sich um ein Exemplar aus Botswana, das seinen Weg ins Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein gefunden hat. Dort kann man ihn als 224 kg schwere Jaspiskugel mit 54 cm Durchmesser bewundern, die aus einem 800 kg schweren Rohling geschliffen wurde.

Mythen, Legenden und Astrologie: Schon die Bibel kennt den Jaspis. So soll er laut Apostel Johannes der erste Grundstein in der Stadtmauer des himmlischen Jerusalem sein. Im heilkundlichen Glauben der Griechen galt der Jaspis vor allem als Stein der Schwangeren: Er beschere eine harmonievolle Schwangerschaft und unterstütze eine unproblematische Entbindung.

K

Karneol

-> siehe: Carneol

Katzenauge

-> siehe auch: Chrysoberyll

Mit seinem schmalen, hellen Lichtband auf schimmernd goldenem Hintergrund ist das Katzenauge ein ganz besonderer Schmuckstein.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 8,5

Farbe: goldgelb, grüngelb, grün, bräunlich, rot und farblos.

Eigenschaften: Das Katzenauge ist eine Varietät des Chrysoberyll und zeichnet sich durch seine wogenden, silberweißen Lichtstreifen aus, die ihm ein unverwechselbares Schillern und Reflektieren verleihen. Diese Besonderheit entsteht durch Lichtbrechung in den feinen, parallel angeordneten Hohlkanälen.

Vorkommen: Das Katzenauge findet man vor allem in Edelsteinlagerstätten in Sri Lanka und Brasilien.

Geschichte: Das auffällige Schimmern des Katzenauges ist für die vielen außerordentlichen Wirkungen verantwortlich, die dem Katzenauge von den verschiedensten Völkern im Laufe der Jahrhunderte zugeschrieben wurden. So diente der Stein in Sri Lanka als Schutz vor bösen Geistern, während die Araber gar glaubten, dass er im Kampf unsichtbar machen könne.

Mythen, Legenden und Astrologie: Man sagt dem Katzenauge – wie auch den anderen Chrysoberyllen – nach, es könne die Konzentration fördern.

Kunzit

Mineralgruppe: Spodumen

Härte nach Mohs: 6 ½ bis 7

Farbe: farblos, rosarot bis dunkelviolett

Eigenschaften: Mangan verleiht dem Kunzit seine mehr oder weniger intensive rosa Farbe. Typisch für dieses Mineral sind seine vertikalen Streifen, die durch Einschlüsse als Röhrchen oder Heilungsrisse entstehen.

Kunzite sind hitze- und lichtempfindlich. Das Brennen bei etwa 150° C kann bräunliche oder grünviolette Varianten in der Farbe verbessern. Bei 300° C bis 400° C verliert der Kunzit jedoch seine Farbe. Daher ist bei der Verarbeitung, beim Löten der Fassung beispielsweise, ein hohes Maß an Vorsicht geboten. Auch starkes Kunst- und Sonnenlicht können den Stein über einen längeren Zeitraum ausbleichen.

Da die Farben des Steins in den verschiedenen Richtungen des kristallinen Gefüges wechseln, kommt der strahlende Glanz des Kunzits in einem Scheren- oder Treppenschliff besonders gut zur Geltung.

Vorkommen: USA, Brasilien, Afghanistan, Madagaskar, Myanmar, Pakistan

Geschichte: Der Kunzit wurde erstmals 1902 von dem schweizer Gemologen George Frederick Kunz in Kalifornien, USA, beschrieben. Nach ihm wurde das rosafarbene Mineral auch benannt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Die alten Griechen glaubten, der Kunzit verbinde alle Mächte des Himmels und der Erde. Seinem Träger sollte vor allem der rosa Kunzit eine sprudelnde Quelle wahrer Liebe sein.

Als Heilstein steht der Kunzit für Entspannung, inneres Wissen, Aufgeschlossenheit, Stärke, Liebe und das sprühende Leben. Ihm wird eine stimmungsaufhellende, aktivierende und erleuchtende Eigenschaft zugeschrieben, die auch bei Depressionen oder Prüfungsangst helfen soll.

Kyanit

Der Name Kyanit stammt von dem griechischen Wort „kyanos“ ab und bedeutet so viel wie „dunkelblau“ bzw. „dunkles Metall“. Alternativ wird er auch als „Disthen“ oder „Sapparit“ bezeichnet.

Mineralgruppe: Silikate

Härte nach Mohs: In Längsrichtung des Kristalls 4-4,5; in Querrichtung 6-7

Farbe: Die Farbstreifen des Kyanits können zwischen hellblau, blaugrün, dunkelblau, weißblau und grau oder farblos variieren.

Eigenschaften: Neben der intensiv dunkelblauen Farbe zählt die polymorphe Ausprägung zu seinen faszinierendsten Eigenschaften, da er in unterschiedlichen Richtungen zwei verschiedene Mohshärten aufweist. Diese Anisotropie verschaffte ihm auch den alternativen Namen „Disthen“, der griechischen Ursprung hat. Durch seine hohe Spaltbarkeit ist es äußerst schwierig ihn zu schleifen.

Vorkommen: Zu den Fundorten zählen vor allem Kali Gandaki, Brasilien, Kenia, USA, Tansania, Myanmar aber auch die Schweiz und Österreich. Er wird unter Hochdruck gebildet und ist deshalb in metamorphischen Gesteinen zu finden.

Geschichte: Lange Zeit wurde der traumhaft schöne Kyanit mit dem blauen Saphir verwechselt. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde er als eigenständiger Edelstein angesehen. Aufgrund seiner bestechenden Farbintensität und seines anmutenden Erscheinens erfreut er sich größter Beliebtheit.

Mythen, Legenden und Astrologie: Als Schutzstein bei den griechischen Seefahrern verwendet, sollte er sie vor den Gefahren des Meeres bewahren. Außerdem soll er gegen Bluthochdruck sowie Melancholie helfen und für Frohsinn, Weisheit, Ruhe und erhöhte Konzentration sorgen.

L

Labradorit

Einmalig bunt schillernder Vertreter der Feldspat-Gruppe.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6-6,5

Farbe: dunkelgrau bis schwarz mit buntem Farbspiel

Eigenschaften: Kein anderer Stein zeigt ein solch irisierendes Spiel von metallisch glänzenden Farbtönen („Labradorisieren“). Dieses wird durch Interferenz und Spiegelung des Lichtes im submikroskopischen Bereich verursacht. Besonders farbenprächtig schillert die finnische Farbvarietät, der „Spektrolith“. Bei ihm sind sämtliche Farben des Regenbogens zu finden.

Vorkommen: Die beiden Hauptlagerstätten sind Kanada (Labrador), Finnland und Madagaskar.

Geschichte: Seinen Namen verdankt der Labradorit der kanadischen Halbinsel Labrador, an deren Küste das Mineral 1770 erstmals gefunden wurde. Seine wohl schönste Varietät, der erst seit 1962 bekannte finnische Spektrolith, erhielt seinen Namen, weil er das gesamte Farbspektrum wiedergibt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Labradorit hilft angeblich, die Gefühle wieder fließen zu lassen und eignet sich daher hervorragend bei Anspannung und Aggression.

Lapislazuli

Faszinosum Lapislazuli: beliebter Schmuckstein und einer der wichtigsten Rohstofflieferanten der Kunstgeschichte.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 5-6

Farbe: blau

Eigenschaften: Lapislazuli ist ein vielseitiger und beliebter Stein, der mit seiner märchenhaften Farbe und seinen goldenen Lichtpünktchen aus Pyrit begeistert. Er wird gerne zu Skulpturen verarbeitet oder ziert im Cabochonschliff Ringe und Anhänger. Als Zierstein in Zimmerbrunnen entwickelt er mit Wasser befeuchtet ein besonders intensives Blau.

Vorkommen: Die besten Vorkommen finden sich in Afghanistan, Chile und Russland.

Geschichte: Seit jeher ist der Lapislazuli ein beliebter Schmuck- und Heilstein. Aber der Wert, den er für die Kulturgeschichte der Menschheit besitzt, resultiert vor allem aus seiner Funktion als Hauptzugabe bei der Herstellung der Farbe Aquamarin. Zermahlen, zu Pulver verrieben und mit Bindemitteln verrührt wurden aus dem marmorähnlichen Edelstein leuchtend blaue Aquarellfarbe, Temperafarbe oder Ölfarbe hergestellt. Ohne den Lapislazuli würden die berühmten Gemälde der alten Meister heute nicht in ihrem intensiven Blau erstrahlen können. Seinen Namen verdankt er der Kombination des arabischen Wortes Azul (Himmel) mit dem lateinischen Wort Lapis (Stein).

Mythen, Legenden und Astrologie: Für viele Menschen ist Lapislazuli der Stein der Freundschaft und der Wahrheit. Er fördert angeblich Harmonie in den zwischenmenschlichen Beziehungen und soll seinem Träger helfen, die eigene Meinung zu äußern. Der Lapislazuli ist der Glücksstein der im Monat September Geborenen.

Larimar

Als „Atlantis-Stein“ oder „blauer Juwel der Karibik“ hat sich die in der Dominikanischen Republik zu findende blaue Varietät des Pektoliths einen Namen gemacht.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 5-6

Farbe: blau, hellblau, türkisblau, grünlich bis seidenweiß

Eigenschaften: Im Larimar scheint das sagenhafte Blau der Karibik für die Ewigkeit eingefangen zu sein. Besonders schöne Stücke wirken wie eine lebendig gewordene Urlaubserinnerung und lassen einen an ruhige Lagunen und Gischt umspülte Riffe denken. Seine einzigartige blaue bis grünliche Farbgebung erhält der Larimar durch Kupfersulfid.

Vorkommen: Es gibt nur eine einzige Fundstelle weltweit: diese liegt in der Dominikanischen Republik.

Geschichte: Der Larimar wurde erst 1974 an der Südwestküste der Dominikanischen Republik entdeckt. Miguel Mendez, ein einheimischer Sachverständiger, nannte den Fund zu Ehren seiner Tochter Larissa und aufgrund der meerblauen Farbe (spanisch „mare“ = Meer) „Larimar“. Nachdem entlang der Küste keine Larimar mehr gefunden wurden, konnte im Landesinneren eine weitere Lagerstätte entdeckt werden, die bis heute die einzige geblieben ist. Die Vermarktung des Larimar hat sich auf der Dominikanischen Republik zu einer wichtigen Devisenquelle entwickelt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Larimar soll helfen, Angst, Leid und übermäßige Emotionen loszulassen und verhilft angeblich zu innerer Ruhe bei dramatischen Lebensveränderungen.

Leopardenjaspis

-> siehe auch: Jaspis

Die „Raubkatze“ unter den Jaspis-Steinen hat einen eigenen Eintrag verdient. Denn kaum ein anderer Stein lässt sich so vielseitig als Deko-Gegenstand verwenden.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: blau, grau, rosa, gelb und andere Farben

Eigenschaften: Der Leopardenjaspis ist dank seiner Namen gebenden Musterung ein ausgesprochen lebendig wirkender Stein. Er wird besonders gerne für Deko-Gegenstände wie Trommelsteine, Kugeln oder Pyramiden verwendet. Seine charakteristische Zeichnung verdankt er Ansammlungen von Metallen und Mineralien, die sich in dieser Jaspis-Varietät auskristallisiert haben.

Vorkommen: Seine Hauptfundorte liegen in Indien, Russland, Südafrika und Australien.

Geschichte: Der Leopardenjaspis ist ein zentraler Stein in den Mythen der untergegangenen indianischen Hochkulturen Mittelamerikas. So glaubten die Indios beispielsweise, dass die gesamte Welt in ihren Grundmauern aus Leopardenjaspis aufgebaut sei. Nach ihrer Vorstellung sollte er seine Träger auch vor gefährlichen Tieren beschützen. Bis heute finden Archäologen in Mittelamerika immer wieder Schutz-, Kult- und Ziergegenstände aus Leopardenjaspis.

Mythen, Legenden und Astrologie: Man sagt dem Leopardenjaspis nach, dass er das Selbstwertgefühl stärke und emotional ausgleichend wirke. Darüber hinaus lindert er angeblich krankhafte Eifersucht und Beziehungsangst.

M

Malachit

Herrlich marmorierter Stein, der durch seine individuellen Maserungen jedes Schmuckstück zu einem Unikat werden lässt.

Mineralgruppe: Nitrate, Carbonate, Borate

Härte nach Mohs: 3,5-4

Farbe: hellgrün

Eigenschaften: Trotz seiner relativ geringen Härte wurde der Malachit von jeher zu Schmuckstücken verarbeitet. Grund dafür sind seine schöne, grüne Farbe und seine auffallenden Bänderung. Im modernen Schmuckdesign findet er vielfältige Verwendung: als Cabochon, in Halsketten und als Intarsie in Einlegearbeiten sowie als Deko-Objekt.

Vorkommen: Fundorte sind vor allem Australien und Chile. In kleineren Mengen wird der Malachit jedoch auch in Deutschland und vielen weiteren Ländern gefunden.

Geschichte: Kaum ein anderer Stein kann auf eine kulturgeschichtlich so lange Wirkungsdauer zurückblicken wie der Malachit: Schon vor 9000 Jahren fand er im zerriebenen Zustand als Farbstoff für primitive Wandmalereien Verwendung. Auch im Altertum füllte er die Rolle als Farbstoff aus und diente beispielsweise den ägyptischen Frauen als Lidschatten. Im Mittelalter wurde der Malachit dann als kostbares, grünes Farbpigment in der Malerei eingesetzt. So einmalige Kulturzeugnisse wie das Märzbild der "Stundenbücher" ("Les Très Riches Heures") verdanken ihm ihr leuchtendes Grün.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Malachit soll besonders hilfreich bei den verschiedensten Frauenleiden sein. So wird ihm auch die Eigenschaft nachgesagt, die Wehen zu erleichtern, weswegen er auch den Beinamen "Hebammenstein" trägt.

Mandarintopas

Leuchtend orange mit einem leichten Stich ins Rötliche – diese Farbe hatte bei den natürlichen Topasen noch gefehlt. Dank eines patentierten Verfahrens gibt es sie nun. Der wundervolle Stein ist in Europa exklusiv bei HSE24 erhältlich!

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 8

Farbe: orange mit leichtem Rotstich

Eigenschaften: Der Mandarintopas ist ein echter Topas, der einer patentierten, geheimen Behandlung unterzogen wird und dadurch seine außergewöhnlich schöne Farbe erhält. Er sieht dem Feueropal sehr ähnlich, ist jedoch wesentlich preiswerter. Seine auffallende Farbe kann optimal mit Gold oder Silber kombiniert werden und wirkt durch die verschiedenen Edelmetall-Farben immer wieder anders.

Vorkommen: Hauptlagerstätte des Topas sind die Edelsteinminen von Minas Gerais in Brasilien.

Geschichte: Der Name ist eine Zusammensetzung aus „Topas“ und „Mandarin“. „Topas“ wird auf Sanskrit: „tapas“ (= Feuer oder Leuchten) zurückgeführt. Der Begriff „Mandarin“ stammt aus dem Chinesischen. Von dort stammt die Farbe „Mandaringelb“. Diese besonders edle Farbe war im chinesischen Kaiserreich einzig dem Kaiser vorbehalten.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Topas soll bei seinem Träger Traurigkeit, Zorn und nächtliche Furcht vertreiben. Er ist der Glücksstein der im Monat November Geborenen.

Markasit

Wenn der Volksmund vom Markasit spricht, meint er eigentlich den Pyrit. Für die Schmuckherstellung hat sich der Name Markasit in Frankreich im 18. bis 19. Jahrhundert durchgesetzt. Erst im 19. Jahrhundert fand man dann heraus, dass es sich beim Markasit um den sehr ähnlichen Pyrit handelt. -> siehe: Pyrit.

Moldavit

Gasblasen und unverkennbare Fließstrukturen im Inneren zeichnen diesen einzigartigen und herrlich grünen Edelstein aus.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 5,5

Farbe: Glasartiges Flaschen- bis Dunkelgrün

Eigenschaften: Durch seine Farbe, Härte, Reinheit und Seltenheit ist der Moldavit bei der Schmuckherstellung sehr beliebt. In ihm eingeschlossen sind häufig Gasblasen, die ebenso wie seine besondere Fließ- und Oberflächenstruktur jedes Stück zum Unikat machen.

Vorkommen: Böhmen und Mähren (Fluss Moldau), Österreich und an der Lausitz (Sachsen).

Geschichte: Der Moldavit ist durch den Einschlag eines Meteoriten entstanden. Der Meteoritenkrater liegt im Nördlinger Ries, das Streufeld des Meteors mehrere hundert Kilometer entfernt an der tschechischen Moldau, wo der Edelstein 1790 entdeckt wurde – daher der Name. Durch den Einschlag eines Meteoriten regneten weltweit weitere natürliche Gläser auf die asiatische Insel Billiton (der Billitonit) und auf Australien (der Australit) nieder. Ähnliche Tektite gibt es aus Afrika, Südamerika, Indochina und Tasmanien.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Moldavit soll das Einfühlungsvermögen und die Hellsichtigkeit stärken. Ihm wird außerdem nachgesagt, dass er zu spontanen und unkonventionellen Ideen und Problemlösungen verhilft.

Mondstein

Der milchig-transparente Lichtschimmer des Mondsteins ist etwas ganz Besonderes. Sein geheimnisvolles Schimmern erscheint bei Bewegung immer wieder anders.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6 - 6,5

Farbe: Bläulich schimmernd, fast transparent

Eigenschaften: Den Lichtschimmer des Mondsteins nennen Fachleute „Adulareszenz“. Die Ursache liegt in dem lamellenförmigen, inneren Aufbau des Edelsteins. Das einfallende Licht wird im Stein gebrochen und zerstreut. Je farbintensiver, größer und transparenter der Edelstein ist, desto wertvoller ist er. Seine Schwachstelle ist allerdings seine relativ geringe Härte auf der Mohs´schen Skala von 6 – 6,5. Mondsteine sollten deshalb vorsichtig behandelt werden. Ungeschliffen sind Mondsteine unscheinbar. Den geheimnisvollen Lichtschimmer bekommen sie durch die Kunst des Schleifers. Der klassische Mondsteinschliff ist die Cabochon-Form.

Vorkommen: Sri Lanka, Indien, Brasilien, Australien, Madagaskar, Österreich und die Schweiz.

Geschichte: Bereits zu der Zeit der Griechen und Römer war der Mondstein sehr beliebt. Damals glaubte man, der Mondstein wäre aus dem Schein des Mondes entstanden und würde als Kraftstein die Eigenschaften des Mondes auf der Erde verstärken. In Deutschland wurde der Mondstein Ende des 18. Jahrhunderts als Heil- und Edelstein populär. Da bläuliche Mondsteine in feinen Qualitäten in den letzten Jahren immer seltener wurden, zogen die Preise kräftig an. Heute gibt es auch grüne, braune und orangefarbene, rauch- und champagnerfarbene, schwarze und rötliche Exemplare aus Indien.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Mondstein ist der Glücksstein der im Juni Geborenen. Ihm wird nachgesagt, durch seinen Einfluss auf Intuition und Einfühlungsvermögen für Harmonie und Ausgeglichenheit zu sorgen.

Moosachat

Seine wundervolle moosartige Zeichnung und die grün-weiße Färbung machen diesen Edelstein so unverwechselbar.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Milchig hell bis rotbraun, manchmal bläulich oder grau, durchscheinend, mit moosartigen, verzweigten, grünen, bräunlichen oder schwarzen Einschlüssen.

Eigenschaften: Moosachat lässt sich gut in dünne Scheiben schneiden, eignet sich aber auch für die Herstellung von Cabochons oder Kugeln für Halsketten.

Vorkommen: Indien, Burma und Botswana (Afrika). In Idar-Oberstein (Deutschland) wurde er vor allem in der Vergangenheit gefördert.

Geschichte: Der Name Moosachat kommt von den grünen, bräunlichen oder schwarzen Einschlüssen aus eisenreicher Hornblende, die im milchighellen bis rotbraunen bzw. manchmal auch bläulichen oder gräulichen Achat wie verzweigte, moosartige Strukturen wirken. In Europa wurde dieser Stein ab dem 17. Jahrhundert zu den verschiedensten Ziergegenständen und zu Schmuck verarbeitet.

Mythen, Legenden und Astrologie: In arabischen Überlieferungen heißt es, dass der Moosachat durch Veränderung seines Farbspiels vor falschen Freunden warnt und Glück im Spiel bringt. Ihm wird außerdem nachgesagt, das Bewusstsein zu steigern und bei der Lösung schwieriger Probleme zu helfen.

Morganit

Der rosafarbene, durchsichtige bis durchscheinende Morganit ist neben dem grünen Smaragd und hellblauen Aquamarin der bekannteste Edelstein aus der vielfarbigen Edelsteingruppe der Berylle.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7,5

Farbe: Rosa bis Violett, Lachs

Eigenschaften: Der Morganit kann sehr leicht mit anderen Edelsteinen, die farblich ähnlich sind, verwechselt werden. Er ist sehr empfindlich und muss in der Schmuckverarbeitung besonders sorgfältig behandelt werden. Seine rosa Farbe, die dann entsteht, wenn sich Mangan in Beryll einlagert, verträgt keine Hitze, da der Farbton oftmals durch Wärmebehandlung intensiviert wurde.

Vorkommen: Brasilien, Madagaskar, Südwestafrika, in den USA und China.

Geschichte: Der Morganit war schon in der Antike unter dem Namen „Rosaberyll“ bekannt. Erst im Jahr 1911 erhielt er seinen Namen zu Ehren des New Yorker Finanzmanns und Edelsteinsammlers John Pierpont Morgan, der zur damaligen Zeit einen der schönsten Morganite besaß. Damit wurde der Morganit in den Stand eines eigenständigen Edelsteins erhoben.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Morganit soll für Verantwortung stehen. Ihm wird nachgesagt, dass er Stress lindern sowie Ängste und Misstrauen in Ruhe umwandeln kann.

O

Onyx

Der Onyx ist ein beliebter Ring- und Schmuckstein, der durch seine tiefschwarze Farbe edel und geheimnisvoll wirkt.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 6,5 - 7

Farbe: Schwarz, mit wechselnden weißen und schwarzen Lagen

Eigenschaften: Der Onyx ist ein Edelstein mit außerordentlich guten Verarbeitungseigenschaften. Da der natürliche Onyx selten vorkommt, ist ein Großteil des im Handel erhältlichen Onyx gefälscht. Oftmals färbt man dazu porösen Achat oder taucht die grauen Schichten des Chalzedons in ein Säurebad. Es ist äußerst schwierig festzustellen, ob ein Onyx echt oder unecht ist. Ein sicheres Merkmal für die Echtheit ist, wenn der Stein mit weißen Streifen durchzogen ist.

Vorkommen: Brasilien, Indien, Madagaskar, Mexiko und in den USA.

Geschichte: Das Wort Onyx kommt aus dem Griechischen und bedeutet Nagel. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass man glaubte, Onyx sei gut für Haare, Haut und Nägel. Erst im 18. Jahrhundert erfolgte die Festlegung des Namens Onyx auf den schwarzen Chalzedon. Von nahezu allen Völkern und besonders von den Indianern wurde er als Schutzstein gegen schwarze Magie, Zauberei, Hexerei und Pest gesehen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Onyx ist der Glücksstein der im Monat Februar Geborenen.

Opal

Der Opal ist ein faszinierender Edelstein, der durch sein geheimnisvolles Schimmern und ein unvergleichliches Farbenspiel beeindruckt.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 5,5 – 6,5

Farbe: Durchsichtig farblos, weiß, blau und schwarz. Hinzu kommen die für Opale so typisch schillernden Farben des Regenbogens.

Eigenschaften: Das Hauptmerkmal eines Opals ist das so genannte „Opalisieren“, ein Effekt, der am besten mit sich bewegenden Regenbogenfarben verglichen werden kann. Die schönen Farben entstehen durch das Zusammentreffen von Lichtwellen, die so genannte „Interferenz“. Schwarze Opale, bei denen die schillernde Schicht auf dunklem Muttergestein aufliegt, sind besonders wertvoll.

Vorkommen: Australien (fast 95 Prozent aller Edelopale)

Geschichte: Der Name Opal stammt vermutlich vom Sanskritwort „upala“ (kostbarer Stein). Daher kommt wohl auch das griechische Wort „opallios“ (Farbwechsel) und das römische „opalus“, das so viel wie „Stein aus Teilen“ bedeutet. Als Schmucksteine waren Opale bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eher selten. Erst in der Zeit des Jugendstils wurden sie wegen ihrer besonderen Ausstrahlung mehr und mehr geschätzt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Opal ist der Glücksstein der im Oktober Geborenen. Er soll für Freude, Lebenslust, Gelassenheit und Kreativität stehen und gegen Hemmungen und Depressionen wirken. Seit jeher gilt er als Stein für unverfälschte Liebe und Balsam für die Seele.

P

Peridot

Der leuchtend grüne Peridot ist ein sehr alter und zugleich beliebter Edelstein, der sich durch seine unglaubliche Farbtiefe und seine hohe Lichtbrechung auszeichnet.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6,5 - 7

Farbe: Leuchtendes, warmes Grün

Eigenschaften: Der Peridot wird auch „Smaragd des Abends“ genannt, weil er sein strahlend grünes Leuchten auch bei Dunkelheit und in künstlichem Licht nicht verliert. Er gehört zu den wenigen Edelsteinen, die es nur in einer einzigen Farbe gibt. Die satte grüne Farbe mit dem zarten Goldschimmer entsteht durch feinste Eisen-Anteile. Sie kann in vielerlei Schattierungen von Gelblich-Grün über Oliv bis hin zu Braun-Grün variieren. Beliebte Schliffarten des Peridot sind der Tafel- und Treppenschliff, gelegentlich auch der Brillantschliff.

Vorkommen: Pakistan, Afghanistan, Myanmar, China, USA

Geschichte: Der Name Peridot wird von dem griechischen „Peridona“ abgeleitet, was so viel bedeutet wie „gleichmäßige Energie“. Als Fundgebiet von historischer Bedeutung ist die Vulkaninsel Zebirget im Roten Meer. Von dieser Insel aus wurde der Peridot von den Kreuzfahrern über ganz Europa verteilt. Der größte, geschliffene Peridot wiegt 310 Karat und befindet sich im Smithsonian Institution in Washington/USA.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Peridot ist der Glücksstein der im Monat August Geborenen. Legenden berichten, dass er der Lieblingsedelstein von Cleopatra war. Der Peridot gilt als Stein der Hoffnung, er soll Nervosität bekämpfen und zornige Widersacher beruhigen.

Prasiolith

Prasiolithe sind keine natürlichen Edelsteine, sondern werden durch Brennen bei etwa 500 Grad Celsius aus violettem Amethyst oder gelblichem Quarz gewonnen. Die brennbaren Amethyste oder Quarze kommen aus der Lagerstätte Montezuma in Minas Gerais / Brasilien oder aus Arizona / USA.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: klares Zartgrün

Eigenschaften: Der Prasiolith kann leicht mit dem Edelberyll oder dem Turmalin verwechselt werden. Seine Farbe bleicht unter Einwirkung des Sonnenlichts vielfach aus.

Vorkommen: Der Prasiolith kommt nicht natürlich vor.

Geschichte: Das Wort Prasiolith stammt von dem griechischen „Prasio“ und bedeutet „lauchgrüner Stein“.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Prasiolith soll helfen, die eigene Überzeugung entschlossen zu vertreten. Ihm wird auch nachgesagt, Nägel und Haare zu stärken und Verspannungen zu lindern.

Pyrit

Der Pyrit trägt aufgrund seines herrlichen metallischen Glanzes und seiner goldenen Farbe auch den Beinamen Katzengold.

Mineralgruppe: Sulfide

Härte nach Mohs: 6 – 6,5

Farbe: Gold- und Messinggelb

Eigenschaften: Pyrit, also „feuriger Stein“, nannten die Griechen ihn, weil sich mit diesem Edelstein Funken schlagen lassen, wenn man zwei Stücke aufeinander schlägt. Der Stein wird von jeher als magischer Stein angesehen. Die Alchemisten des Mittelalters sahen in ihm den „Stein der Weisen“, den Grundstoff zur Herstellung von Gold. Wegen seines goldfarbenen Glanzes war Pyrit als Schmuckstein schon bei den Ägyptern und Inkas beliebt.

Geschichte: Der Name Pyrit stammt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie Feuerstein. Dies geht auf seine Eigenschaft zurück, Funken zu schlagen, wenn man zwei Stücke aufeinander schlägt. Der Stein wird von jeher als magischer Stein angesehen. Die Alchemisten des Mittelalters sahen in ihm den „Stein der Weisen“, den Grundstoff zur Herstellung von Gold. Wegen seines goldfarbenen Glanzes war Pyrit als Schmuckstein schon bei den Ägyptern und Inkas beliebt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Pyrit wird nachgesagt, dass er wegen seiner klaren Struktur Heimlichkeiten aufdecken kann und sogleich die Chance auf Offenheit und Ehrlichkeit bietet. Auch soll er die Kraft anderer Steine verstärken.

Q

Quarz

Quarze kommen in allen möglichen Farbvariationen vor und gehören zweifelsohne zu den beliebtesten Edelsteinen der Welt.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Alle Farben möglich, auch farblos und transparent

Eigenschaften: Quarze bilden die umfangreichste Edelsteingruppe und stellen die zweithäufigste Mineralgruppe auf der Erde dar. Zu den kristallinen Quarzen zählt man Bergkristall, Rauchquarz, Citrin, Amethyst und die gebrannten Amethyste Goldcitrin, Madeiracitrin und Prasiolith. Bei den körnigen Quarzen unterscheidet man Rosenquarz, Aventurinquarz, Jaspis, Saphirquarz, Prasemquarz. Alle Quarze besitzen besonders gute Verarbeitungseigenschaften und werden daher sehr gerne im Schmuckbereich verwendet.

Vorkommen: Brasilien, Madagaskar, in den USA, den Alpen und Russland.

Geschichte: Das Wort Quarz tauchte bereits im 14. Jahrhundert auf. Bis ins 18. Jahrhundert hinein verstand man unter Quarz "Silex" (= Kiesel). Allerdings sprach man damals nicht von Quarz, sondern von "Querze", was in der Bergmannsprache "lästiges Gestein" bedeutete.

Mythen, Legenden und Astrologie: Bei Stress, Überarbeitung oder Schicksalsschlägen nehmen Steingläubige einen Quarz zu Hilfe. Zudem soll er eine strukturierende Wirkung auf Körper und Geist haben.

R

Rauchquarz

Der Rauchquarz ist ein sehr beliebter Edelstein, der nach seiner rauchigen Farbe benannt ist und aufgrund seiner ungewöhnlichen Braunfärbung sehr leicht erkannt werden kann.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Hellbraun bis Dunkelbraun

Eigenschaften: Der Rauchquarz wird gerne für ungewöhnliche Schliffe verwendet. Neben der Schmuckverarbeitung findet er sich als dekorativer Edelstein auch oftmals in kunstvollen Figuren oder kirchlichen Gewölben wieder.

Vorkommen: In den Schweizer Alpen, Spanien, Brasilien, Zimbabwe und Russland.

Geschichte: Die Römer trugen den Rauchquarz als Stein der Trauer, der trotz Schmerzen neuen Willen und neue Lebenslust bereiten sollte. Eine alte Benennung für einen besonders dunklen bis fast schwarzen Rauchquarz ist "Morion" vom griechischen "moroeis"= dunkel.

Mythen, Legenden und Astrologie: Je dunkler und klarer der Rauchquarz, desto intensiver soll er wirken. Für Steingläubige gilt er als Edelstein mit Stress abbauenden und Konzentration steigernden Eigenschaften. Ebenso soll er die Kreativität und das Selbstvertrauen fördern.

Rhodochrosit

Der rosafarbene Rhodochrosit fasziniert durch seine wunderschönen weißen Bänder, die ihn durchziehen.

Mineralgruppe: Nitrate, Carbonate, Borate

Härte nach Mohs: 4

Farbe: Rosarot, Himbeerrot, Fleischrot bis Braungrau, selten kristallin.

Eigenschaften: Wer Rosa liebt, der kommt am Rhodochrosit nicht vorbei: Er ist einer der Vorzeige-Edelsteine in dieser Farbe! Vom Rosenquarz mit seinem gleichmäßig milchigen Rosa unterscheiden ihn insbesondere seine lebendig wirkenden weißen Maserungen. Jeder Stein wird so zum aufregenden Unikat.

Vorkommen: Argentinien, Chile, Mexiko und Peru

Geschichte: Seit 1950 wurde der Rhodochrosit für das moderne Schmuckdesign wiederentdeckt. Seine Geschichte geht jedoch viel weiter zurück. So kannten ihn bereits die Griechen, denen er auch seinen Namen verdankt. „Rhodochrosit“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „rosenfarben“. Auch die Inkas kannten ihn und verehrten ihn als Stein der Liebe und des Herzens. Das größte Exemplar mit ca. 59,65 ct stammt aus Südafrika und befindet sich in Privatbesitz.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Rhodochrosit soll Blutdruck und Kreislauf anregen und bei Migräne helfen. Ihm wird auch nachgesagt, dass man sich durch ihn lebendiger und wacher fühlt.

Rhodolith

Der Rhodolith ist der Star aus der Familie der Granate und besticht durch seine markant violett-rote Farbe.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Samtiges Rot mit feinem, violettem oder himbeerrotem Unterton.

Eigenschaften: Rhodolith ist eine Varietät des Granats. Durch seine leuchtend rote Farbe wurde er im Altertum oft mit Rubinen verwechselt.

Vorkommen: Den Rhodolith findet man vor allem auf Madagaskar, in Ostafrika und auf Sri Lanka.

Geschichte: Der Name kommt aus dem griechischen „Rhodos“ was Rose bedeutet. Schon im Altertum wurde er als Edelstein verwendet und mit roten Granaten und anderen roten Edelsteinen wie Rubinen als Karfunkel bezeichnet. Wegen seiner gegenüber dem Rubin geringeren Härte und der damals eingeschränkten Möglichkeiten, harte Steine zu schleifen, war der Rhodolith als Schmuckstein sehr beliebt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Rhodolith wird nachgesagt, dass er Lebenslust, Herzlichkeit und Vertrauen fördert. Angeblich stärkt er auch den Körper und das Gedächtnis, spendet seinem Träger Mut und Hoffnung und vertreibt Melancholie.

Rosenquarz

Der elegante, rosafarbene bis hellviolette Rosenquarz zeichnet sich durch seine sehr feine, milchige Färbung aus.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Rosarot, milchig-trüb bis durchscheinend

Eigenschaften: Dank seiner leicht milchigen Farbe und dem dadurch besonders zarten und dezenten rosa Farbton wirkt der Rosenquarz dezent und ein wenig verträumt. Er wird gerne als Schmuckstein im Cabochonschliff oder als Dekostein beispielsweise bei Zimmerbrunnen verwendet.

Vorkommen: Die größten Vorkommen finden sich in Brasilien, Namibia und auf Madagaskar.

Geschichte: Seit der Antike gilt der Rosenquarz als Stein der Liebe. Im Mittelalter wurde er deshalb vermehrt zur Zubereitung von Liebeselixieren eingesetzt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Rosenquarz ist der Glücksstein der im Monat Januar Geborenen. Er gilt als starkes Liebes- und Fruchtbarkeitssymbol. Ihm wird außerdem nachgesagt, körperliche und geistige Schwächen des Liebeslebens zu heilen, von Sorgen zu befreien und die Empfindsamkeit zu stärken.

Rubin

Seine leuchtend rote Farbe, seine Härte, seine wundervolle Lichtbrechung und nicht zuletzt seine Seltenheit machen den Rubin zu einem der weltweit begehrtesten Edelsteine.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 9

Farbe: Rot in verschiedenen Tönungen

Eigenschaften: Nach dem Diamanten gehört der Rubin neben dem Saphir zu den härtesten Edelsteinen überhaupt. Da seine Farbe auch bei Kunstlicht sehr schön zur Geltung kommt, ist er als Schmuckstein zur Abendgarderobe ideal. Am begehrtesten sind Rubine mit einer sogenannten Taubenblutfarbe – einem reinen Rot mit Stich ins Bläuliche.

Vorkommen: Sri Lanka, Brasilien und Madagaskar.

Geschichte: Seinen Namen verdankt der Rubin seiner Farbe: Das Lateinische„Rubinus“ wird mit Rot übersetzt. Doch schon vor den Römern war der Rubin bekannt und hoch angesehen. Die Griechen beispielsweise glaubten, er sei die Mutter aller Edelsteine und sahen in ihm das Blut der Erde. Dementsprechend war er für sie der wertvollste Edelstein überhaupt! Im Mittelalter waren Rubine neben roten Spinellen und roten Granaten auch unter der Bezeichnung Karfunkelsteine bekannt. Seit 1835 werden Rubine auch künstlich hergestellt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Rubin ist der Glücksstein der im Monat Juli Geborenen. Rubine verkörpern seit Menschengedenken die Kraft der Liebe und des Lebens. Ihm wird nachgesagt, das Zusammenleben eines Liebespaars zu harmonisieren und für Verständnis und Treue zu sorgen. Außerdem sollen Rubine Glück zum 5. Hochzeitstag bringen.

Rutilquarz

Faszinierender Edelstein, der durch die eingewachsenen Rutilnadeln – auch Engelshaar genannt – seinen ganz besonderen Charme erhält.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Durchsichtig, mit rötlichen, goldenen, braunen oder silbernen, nadeligen Einschlüssen.

Eigenschaften: Beim Rutilquarz handelt es sich um einen Bergkristall mit Rutilkristallen. Diese Kristalle durchziehen ihn wie Nadeln und verleihen ihm sein charakteristisches Aussehen. So wird jeder einzelne Stein zum unverwechselbaren Kunstwerk und jedes Schmuckstück, das einen Rutilquarz enthält, zum Unikat! Rutilquarze sind als Rohstein, Kristall, Trommelstein, Kette, Anhänger, oder Dekogegenstand erhältlich. Je goldener die eingeschlossenen Rutilnadeln, desto begehrter ist das Exemplar.

Vorkommen: Neben Brasilien findet man den Rutilquarz vor allem in Österreich und der Schweiz.

Geschichte: Ähnlich wie sein „reiner“ Bruder, der Bergkristall, genoss der Rutilquarz in der Antike hohes Ansehen und galt als Stein der Weisheit. Außerdem soll nach der griechischen Mythologie das Flussbett des Unterweltflusses Styx aus Rutilquarz bestanden haben.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Rutilquarz wird nachgesagt, er könne auf der Suche nach der eigene Wahrheit behilflich sein und zur Selbstverwirklichung führen. Auch soll er bei Mitmenschen den Drang nach Aufrichtigkeit auslösen.

S

Saphir

Am höchsten geschätzt sind Saphire mit dem wunderbar leuchtenden Blau einer Kornblume. Es gibt aber auch sehr exklusive, andersfarbige Saphire im Handel.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 9

Farbe: Blau in verschiedenen Tönungen, aber auch Violett, Grün, Gelb, Orange, Rosa, farblos und Schwarz.

Eigenschaften: Nach dem Diamanten gehört der Saphir neben dem Rubin zu den härtesten Edelsteinen überhaupt. Neben den bekannten blauen Saphiren sind oft auch schöne, andersfarbige Varietäten im Handel erhältlich. Gelbe, pinke, orange (Padparadscha) und als Besonderheit auch Sternsaphire. Der Name Saphir ohne Zusatz meint jedoch immer den blauen Saphir.

Vorkommen: Die reichhaltigsten Vorkommen dieses wundervollen Edelsteins findet man auf Sri Lanka, in Indien und in Australien.

Geschichte: Der Name Saphir (griechisch „Blau“) wurde früher für verschiedene Steine verwendet, meist für den heutigen Lapislazuli. Schon in der Antike wurde der Saphir als Stein der Klugheit und Vernunft verehrt. Der größte jemals geschliffene Saphir ist der "Stern von Indien" mit einem Gewicht von 563,35 Karat. Der in Sri Lanka gefundene Stein wurde 1901 durch John Pierpont Morgan an das American Museum of Natural History übereignet und kann dort besichtigt werden.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Saphir ist der Glücksstein der im Monat September Geborenen. Der himmelblauen Variante des Saphirs wird nachgesagt, er könne Ruhe, Reinheit und Frieden bringen.

Smaragd

Smaragde sind seltener als Diamanten und in Spitzenqualität sogar noch wertvoller. Ihr tiefer Grünton ist so einzigartig, dass man ihn als „Smaragdgrün“ bezeichnet.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 8

Farbe: „Smaragdgrün“

Eigenschaften: Gesucht werden vor allem Smaragde mit einem satten, leuchtenden Grün bei großer Reinheit. Einschlüsse spielen hierbei allerdings nicht die Rolle wie zum Beispiel bei Diamanten. Sie sollten bei der Lichtbrechung nur nicht zu sehr stören. Gute, durchsichtige Smaragde werden facettiert geschliffen. Den typischen, achteckigen Treppenschliff nennt man daher auch "Smaragdschliff". Smaragde sind sehr schwierig zu finden und deshalb seltener als Diamanten. So können auch Smaragde aus Brasilien mit ihrem kräftigen Grün höhere Preise erzielen als gleichgroße Diamanten.

Vorkommen: Vor allem Kolumbien, Brasilien aber auch Zimbabwe und Pakistan sind für Ihre Smaragdvorkommen bekannt.

Geschichte: Mehr als tausend Jahre lang versorgten ägyptische Bergwerke Europa mit den kostbaren Steinen. Dieses Monopol fiel erst 1573, als die Spanier das Muzo-Bergwerk in Kolumbien eroberten. Einer der größten Smaragde der Welt ist der „Mogul-Smaragd“. Er wiegt 217,80 Karat und ist rund 10 cm hoch. Eine Seite ist mit Gebetstexten beschriftet, auf der anderen Seite sind prächtige Blumenornamente eingraviert. Der legendäre Smaragd wurde am 28. September 2001 durch Christie´s of London für 2,2 Millionen US $ an einen unbekannten Käufer versteigert.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Smaragd ist der Glücksstein der im Monat Mai Geborenen. Ihm wird eine starke Wirkung auf die Augen nachgesagt. Auch soll er Freundschaft, Liebe und Partnerschaft fördern sowie geistig jung halten.

Sodalith

Wegen seiner wundervollen blauen Tönung und seiner weißen Adern wird der Sodalith auch „Bruder des Lapislazuli“ genannt.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 5,5-6

Farbe: Blautöne mit Stich ins Violette, häufig mit weißen Adern aus Calcit durchzogen.

Eigenschaften: Nur Sodalith in Blautönen wird zu Schmuck verarbeitet. Er ist farblich und mineralogisch mit dem Lapislazuli verwandt. Seine Einschlüsse sind allerdings weiß und nicht – wie beim Lapislazuli – golden.

Vorkommen: Brasilien, Grönland, Indien und Namibia.

Geschichte: Bereits bei den Römern und Griechen galt der Sodalith als Förderer der Kreativität und war daher bei Sängern, Bildhauern, Malern und Dichtern sehr beliebt. Diese Tradition hielt sich bis ins Mittelalter. Er erhielt 1811 seinen Namen wegen des hohen Natriumgehaltes aus dem Lateinischen „Soda“ (Natrium) und dem Griechischen „Lith“ (Stein).

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Sodalith wird nachgesagt, die Intuition zu fördern und für ein emotionales Gleichgewicht zu sorgen.

Spinell

Der Spinell ist ein farblich sehr vielseitiger und äußerst beliebter Schmuckstein. Besonders die roten Spinelle sind sehr begehrt.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 8

Farbe: Alle Farben, die beliebteste ist Rot.

Eigenschaften: In der Mineralogie versteht man unter Spinell eine ganze Gruppe ähnlicher Mineralien. Edelsteinqualität besitzen davon: Rubicell (gelbliche, orange und bräunliche Varietät), Balas-Spinell (blassrote Varietät), Pleonast (dunkelgrüner bis schwarzer Spinell), Hercynit (dunkelgrüner bis schwarzer Spinell), Gahnit (bläulicher, violetter oder dunkelgrüner Spinell), Gahnospinell (blauer bis dunkelblauer Spinell), Picotit (bräunlicher, dunkelgrüner oder schwärzlicher Spinell).

Vorkommen: Australien, Brasilien und Madagaskar.

Geschichte: Die Herkunft des Namens ist ungewiss. Es wird vermutet, dass er sich aus dem Griechischen (von „Funke“) oder Lateinischen „Spina“ („Spitze“) ableitet. Erst vor 160 Jahren wurde Spinell als selbständiges Mineral erkannt. Davor zählte man es zu den Rubinen. Einige bekannte, früher den Rubinen zugeordnete Edelsteine, sind tatsächlich Spinelle, zum Beispiel der „Black Prince’s Ruby“ in der englischen Krone. Die beiden größten Spinelle wiegen je 520 Karat und befinden sich im Britischen Museum in London.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Spinell wird nachgesagt, beim Fasten zu helfen. Außerdem soll Dynamik und Selbstvertrauen fördern und gegen Angst und Stress wirken.

Swarovski Zirconia

Brillanz in einer neuen Dimension

Die einzigartige Brillanz des Pure Brilliance Zirconia von Swarovski entspricht der eines Diamanten von höchster Qualität. Somit ist der Swarovski Zirconia der feinste und einem Diamanten ähnlichste Zirconia, der auf dem Markt erhältlich ist.

Der Grund für diese einzigartige Brillanz liegt im einmaligen Präzisionsschliff, dem „Pure Brilliance Cut“, der dem Brillantschliff sehr nahe kommt.

Als Qualitätssiegel ist jeder Zirconia Stein zudem mit der Bezeichnung SWAROVSKI ZIRCONIA graviert.

Swarovski Zirconia ist ein Qualitätsprodukt „made in Austria“, das die weltweit anspruchsvollsten sozialen und ökologischen Standards erfüllt. Das Label „Made with SWAROVSKI ZIRCONIA“ gilt als Identifikationssymbol für die Produkte der Swarovski Partner und unterstreicht deren Wert und garantiert höchste Zirconia-Qualität.

T

Tansanit

Das wundervolle, tiefe Blau mit einem Hauch Purpur macht den Tansanit zu einem absolut faszinierenden Edelsten. Er ist sehr exklusiv, denn es gibt Ihn weltweit nur in Tansania.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Ultramarinblau bis helles Violett

Eigenschaften: Größere Steine aus Tansanit sind selten. Es werden meist nur kleinere Körner gefunden. Je größer der Stein, desto fantastischer sein tiefes Blau. Durch starke Hitze, z.B. bei Reparaturarbeiten, verändert sich seine Farbe. Der Tansanit wirkt bei Tageslicht mehr blau, bei Kunstlicht mehr violett.

Vorkommen: Der Tansanit kommt ausschließlich im ostafrikanischen Tansania vor.

Geschichte: Erst 1967 wurde der Tansanit in der Nähe des Kilimandscharo entdeckt. Die weltberühmte Juweliersfirma Tiffany erkannte die großartige Gelegenheit, der Welt einen bis dato völlig unbekannten, wunderschönen Edelstein zu präsentieren und führte ihn zwei Jahre später mit einer groß angelegten Werbekampagne auf dem Schmuckmarkt ein. Der Name Tansanit wurde in Anlehnung an seine Fundstelle in Tansania gewählt. Die US-Schauspielerin Elisabeth Taylor soll sehr schönen Schmuck aus kornblumenblauem Tansanit besitzen. Leider sind die Fundgebiete heute nahezu erschöpft.

Mythen, Legenden und Astrologie: Dem Tansanit wird nachgesagt zu helfen, wenn Krisen zu bewältigen sind und neues Vertrauen geschöpft werden muss. Er soll ein treuer Begleiter auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens sein.

Tigerauge

Charakteristisch für das Tigerauge ist seine goldgelbe Einfärbung und sein flächiger Schimmer, der an das Auge eines Tigers erinnert.

Mineralgruppe: Oxide und Hydroxide

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Goldgelb bis Goldbraun

Eigenschaften: Das Tigerauge ist undurchsichtig und hat durch seine feinen, parallel ausgerichteten Fasern aus Hornblende einen sehr charakteristischen, flächigen Schimmer (Chatoyance). Farbige Tigeraugen sind künstlich gefärbt.

Vorkommen: Südafrika, Westaustralien, Namibia und Indien.

Geschichte: Beim genauen Betrachten und mit ein wenig Fantasie erkennt man in diesem Edelstein ein Tigerauge. Daher stammt auch sein Name. In sehr alten Schriften ist überliefert, dass die Araber und die Griechen das Tigerauge als Stein verehrten, der seinen Träger lustig mache und seine Wachsamkeit erhöhe. Im Mittelalter trug man ihn, um sich vor dem bösen Blick und vor Verhexungen zu schützen. Kreuzritter und frühe Eroberer besaßen das Tigerauge, um vor Gefahren sicher zu sein.

Mythen, Legenden und Astrologie: Das Tigerauge ist der Glücksstein der im November Geborenen. Seinem Träger soll er mehr Sicherheit beim Umgang in finanziellen Angelegenheiten geben, die Konzentration stärken und für Ausgeglichenheit in familiären Dingen sorgen.

Topas

Seine Härte, seine hohe Lichtbrechung und seine Transparenz charakterisieren den edlen, in der Farbgebung sehr vielseitigen Topas.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 8

Farbe: Gelbbraun, Blau, Violett, Rot oder farblos

Eigenschaften: Der Topas ist ein sehr harter Stein. Bei Gold-, Madeira- und Rauchtopasen handelt es sich trotz ihrer Namen allerdings nicht um echte Topase. Die ersten beiden sind Handelsnamen für Citrin oder gelb gebrannten Amethyst, der letzte ist ein Rauchquarz. Die farblose Farbvariante wird auch Weißtopas genannt. Um Verwechslungen mit künstlich hergestellten Steinen auszuschließen, wird der echte Topas im Handel gern als Edel-Topas bezeichnet. Am wertvollsten ist er in Rosa bis Rötlichorange.

Vorkommen: Reiche Lagerstätten diese begehrten Steins finden sich in Brasilien, Pakistan, Russland und Madagaskar.

Geschichte: Die Namensherkunft dieses schönen Steins ist umstritten. Nach Aufzeichnungen des römischen Gelehrten Plinius des Älteren stammt der Name Topas von der Insel Topazos ab, die im Roten Meer liegt. Dort wurde aber kein Topas gefördert, sondern das Mineral Olivin, das lange mit Topas verwechselt wurde. Eine andere Erklärung führt den Namen auf das altindische Wort „tapas“ zurück. Es bedeutet „Feuer“ oder „Leuchten“. In der Geschichte verwechselte man Topase mit vielerlei Edelsteinen. Zum Beispiel wurde 1740 ein 1680karätiger Topas, der so genannte Braganza-Diamant, im Glauben, es handele sich um einen echten Diamanten, in die portugiesische Krone eingesetzt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Topas ist der Glücksstein der im November Geborenen. Er soll bei seinem Träger Traurigkeit, Zorn und Albträume vertreiben und vor Giften warnen. Männer macht er angeblich schön und intelligent, Frauen fruchtbar und fröhlich.

Tsavorit

(auch: Tsavolith)

Sein lebhaft leuchtendes Grün, seine hohe Lichtbrechung und seine große Brillanz machen den Tsavorit so begehrenswert. Sogar kleine Steine besitzen eine starke Leuchtkraft.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7,5

Farbe: Von hellem Grün über intensives Blaugrün bis zu tiefem Waldgrün

Eigenschaften: Der Tsavorit ist die smaragdgrüne Varietät von Grossular. Er eignet sich gut für die beliebte Fassart „Invisible Setting“, bei der die Steine dicht an dicht gefasst werden. Dank seiner hohen Brillanz ist er ein ebenbürtiger Partner für die Klassiker Diamant, Rubin und Saphir. Er wird im Gegensatz zu manch anderem Edelstein weder gebrannt noch geölt. Rohkristalle mit mehr als fünf Karat sind selten. Doch gehört es gerade zu den Besonderheiten dieses Edelsteins, dass er schon in kleinen Größen eine starke Leuchtkraft besitzt. Und dabei ist er wesentlich unempfindlicher als ein Smaragd.

Vorkommen: Den Tsavorit findet man vor allem in Kenia, Tansania, Sambia und Kanada.

Geschichte: Im Jahr 1967 wurde der Tsavorit vom britischen Geologen Campell R. Bridges in den Bergen im Nordosten Tansanias entdeckt. Damals verbot aber die Regierung, den Stein auszuführen. 1971 entdeckte Campell R. Bridges den Tsavorit zum zweiten Mal, diesmal in Kenia. Er registrierte den Fund offiziell und begann mit der Ausbeute der Fundstelle. Das Spitzenstück, das der Erstentdecker aus seiner Mine in diesem Gebiet bergen konnte, war nur sieben Karat schwer und ergab einen tiefgrünen, geschliffenen Stein von 2,17 Karat. Den Namen Tsavorit erhielt der Stein zu Ehren des Tsavo-Nationalparks und des Flusses Tsavo, die beide in der Nähe der Fundstellen liegen.

Mythen, Legenden und Astrologie: Es heißt, ein Tsavorit sei schwierig zu verstecken. Sein funkelndes Licht sei selbst noch durch die Kleidung hindurch zu sehen. Geistig soll er für Aufbau stehen und Ungebundenheit vermitteln. Ihm wird die Fähigkeit nachgesagt zu entgiften.

Türkis

Charakteristisch für den Türkis ist das einzigartige, traumhaft schöne Blau. Häufig durchziehen ihn dunkle Netze und Verfärbungen.

Mineralgruppe: Phosphate, Arsenate, Vanadate

Härte nach Mohs: 6

Farbe: Himmelblau bis Blaugrün

Eigenschaften: Die begehrteste Farbe ist ein klares Himmelblau, das bei Tages- wie auch bei Lampenlicht seine Schönheit behält. Weitaus am häufigsten verkauft wird heute der amerikanische oder mexikanische, hellblaue, grünlich-blaue und blaugrüne Türkis, der meistens von braunen, dunkelgrauen oder schwarzen Adern anderer Mineralien oder von Nebengestein durchzogen ist.

Vorkommen: Die meisten Türkise werden in Mexiko, in den USA und China gefunden, die schönsten im Iran.

Geschichte: Die Ägypter förderten schon vor tausenden von Jahren einen gelblich-grünen Türkis mit Maserung. Für die Perser waren die blauen Steine seit eh und je Glücksbringer – ihre Könige trugen sie zum Schutz vor unnatürlichem Tod. Türkise sind aber auch die heiligen Steine der Indianer. Für sie verband der Türkis den Himmel mit den Seen. Hauptlieferant für Türkise in Topqualität (einem klaren Himmelblau) ist der Iran. In dortigen Schatzkammern schlummern auch die größten und schönsten Stücke.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Türkis ist der Glücksstein der im Dezember Geborenen. Er soll das Herz stärken und bei Depressionen helfen. Traurige, deprimierte Menschen sollen ihn tragen, weil der Türkis angeblich fröhlich macht und hilft Schweres leichter zu ertragen.

Turmalin

In seiner Vielfarbigkeit wird der Turmalin von keinem anderen Edelstein übertroffen. Wenn man ihn dreht, schimmert er in verschiedenen Farben.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 7

Farbe: Farblos, Rosa, Rot, Gelb, Braun, Grün, Blau, Violett, Schwarz und mehrfarbig.

Eigenschaften: Einfarbige Turmaline sind recht selten. Bei Turmalinen differenziert man zwischen Achroit (farblos), Rubellit (rötlich), Dravit (Gelbbraun bis Dunkelbraun), Verdelith (Grün), Indigolith (alle blauen Tönungen), Siberit (Lilarot bis Violettblau), Schörl (Schwarz), Elbait, Dravit, Buergerit, Tsilaisit, Uvit, Liddicoatit.

Vorkommen: Brasilien, Sri Lanka, Afrika, Pakistan, Afghanistan und in den USA.

Geschichte: Turmaline waren schon in der Antike im Mittelmeerraum bekannt. Doch erst als ihn ab 1703 die Holländer von Ceylon nach Europa einführten, begann sein Siegeszug. Die holländischen Kaufleute bezeichneten die neuen Edelsteine nach einem singhalesischen Wort als „turamali“, was so viel bedeutet wie „Stein mit gemischten Farben“. Wegen seiner großen Farbpalette wurde und wird der Turmalin von Laien häufig mit anderen Edelsteinen verwechselt. Historisch belegt ist zum Beispiel ein 255 Karat schwerer, rubinroter Rubellit aus dem Kremlschatz, der lange für einen Rubin gehalten wurde. Das bekannteste Beispiel für rote Turmaline dürfte heute die Meisterschale der Fußball Bundesliga sein, die mit insgesamt 16 Turmalinen besetzt ist.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Turmalin ist der Glücksstein der im Oktober Geborenen. Dem Turmalin wird nachgesagt, Gesundheit, Freundschaft, Liebe und Selbstvertrauen zu schenken.

W

Weißtopas

Beim Weißtopas handelt es sich um die farblose Farbvarietät des Topases (-> siehe Topas).

Z

Zirkon

Der Zirkon war bis 1978/79 die beste natürliche Diamantimitation. Aufgrund seiner hohen Lichtbrechung weist er eine erstklassige Brillanz und ein intensives Feuer auf.

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6,5-7,5

Farbe: Farblos, Goldgelb, Rot, Braun und Blau.

Eigenschaften: Die Schönheit und Brillanz des Zirkon ist so intensiv, dass er bis Anfang der 80er Jahre als Diamantenersatz diente. Diese Karriere endete aber abrupt, als der künstliche Zirkonia erfunden wurde und seitdem als deutlich günstigeres Diamantimitat verbreitet wurde. Seitdem hat der Zirkon zwar an Breitenwirkung verloren, erfreut sich aber dank seiner Schönheit weiterhin eines ganz besonderen Rufs bei Edelsteinkennern.

Vorkommen: Der Zirkon lagert vor allem in Brasilien, Madagaskar, Sri Lanka, und Australien.

Geschichte: Der Zirkon verdankt seinen Namen entweder dem persischen „zargun“ (goldfarben) oder dem arabischen „zarqun“ (Zinnober). Im Altertum war er auch unter dem Hyazinth bekannt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Der Zirkon ist der Glücksstein der im Dezember Geborenen. Ihm wird nachgesagt, dass er Schmerzen lindert und gegen Minderwertigkeitsgefühle hilft.

Zirkonia

Diese hochwertige Diamantenimitation ist so perfekt, dass selbst Experten mit bloßem Auge nur schwer den Unterschied feststellen können.

Mineralgruppe: -

Härte nach Mohs: 8,5

Farbe: Farblos, Gelb, Orange, Violett, Grün und mischfarbig.

Eigenschaften: Künstliches Produkt aus Baddeleyit (Zirkoniumoxid ZrO2). Auch Experten können mit bloßen Augen nur schwer den Unterschied zwischen Zirkonia und Diamanten erkennen. Erst unter der Lupe oder dem Mikroskop werden die verschiedenen Strukturen deutlich.

Vorkommen: -

Geschichte: 1977 wurde Zirkonia zum ersten Mal hergestellt und auf den Markt gebracht.

Mythen, Legenden und Astrologie: -

Zoisit

Sammelbezeichnung für eine ganze Gruppe von Steinen, zu denen auch der Tansanit als prominentester Vertreter gehört.

siehe -> Tansanit

Mineralgruppe: Silicate

Härte nach Mohs: 6,5

Farbe: Farblos, Gelb, Grün, Rosa, Rot, Blau und Grau, Violett

Eigenschaften: Der Zoisit ist erst seit etwa zwei Jahrhunderten bekannt. Seine blauen Farbvarietät, der Tansanit, wurde sogar erst 1967 in Tansania entdeckt. Neben dem Tansanit hat Zoisit zwei weitere bedeutende Varietäten: den pinkfarbenen Thulit und den grünen Anyolit. Thulit und Anyolit werden besonders gerne in Cabochonform - also unten flach und oben gewölbt - geschliffen. Außerdem lassen sie sich auch sehr gut für Halsketten und kleinere Ziergegenstände verwenden. Weltruhm haben hierbei die Tiffany-Schmuckkreationen aus Zoisit erreicht.

Vorkommen: Österreich, Schweiz, Indien, Pakistan und in den USA

Geschichte: Der Zoisit wurde erst im 19. Jahrhundert bekannt und besonders in Verbindung mit seinem Begleitmineral Rubin geschätzt. Ursprünglich hieß der Zoisit nach seinem ersten Fundort Saualpit, weil der österreichische Kaufmann Siegmund Freiherr von Zois diesen Stein im Jahre 1805 auf der österreichischen Saualpe in Kärnten entdeckte. Mittlerweile hat sich die Benennung nach seinem Entdecker durchgesetzt.

Mythen, Legenden und Astrologie: Von Steingläubigen wird der Zoisit eingesetzt, um Heilungen zu beschleunigen.