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Abkürzungen

1. Kurzformen und Kürzel kommen auf fast allen Münzen von der Antike bis zur Gegenwart vor. Um Platz für bildliche Darstellungen zu erhalten, musste die Beschriftung meist stark abgekürzt werden. Dies gilt nicht für islamische Prägungen, die jahrhundertelang auf Münzbilder verzichteten. Das schuf Platz, um die Münzen vorbildlich mit Daten zu versehen. Die Abkürzungen betreffen u.a. Münzorte, Namen, Titel und Ehrenbezeichnungen von Herrschern, Münzbeamte, Münzmeister und Medailleure, letztere benutzten häufig Monogramme und Ligaturen. Da die Münzen bis weit in die Neuzeit in lateinischer Sprache beschriftet waren, beziehen sich auch die Abkürzungen auf die lateinische Sprache. Hier eine kleine Auswahl gebräuchlicher Abkürzungen: AVG = Augustus, CAES = Caesar, A.D. = Anno Domini (im Jahr), D.G. = Dei Gratia (von Gottes Gnaden), GERM = Germanicus (röm. Ehrentitel), IMP = Imperator (Herrscher), DX = Dux (Herzog), RX = Rex (König), MON: NOV: = Moneta Nova (neues Geld). Extreme Abkürzungen kommen vor allem im Mittelalter und in der Neuzeit vor. Oft vertreten einzelne Buchstaben ganze Titel oder Namen von Münzherren, Ländern, Städten. Ohne numismatische Spezialliteratur wie z.B. Legendenlexika lassen sich solche Abbreviaturen kaum auflösen. Durch den Wegfall weitschweifiger Titel und durch Fortschritte in der Münztechnik sind Abkürzungen auf modernen Münzen selten geworden. 2. Verbindliche Abkürzungen für Münznominale und Währungen tauchen u.a. in Kaufmanns-, Rechnungs- und Bilanzbüchern, bei Korrespondenzen und auch auf Münzen selbst auf. Hier eine Auswahl der gebräuchlichsten Abkürzungen im 19./20. Jh.: Pf. für Pfennig; d für Pence (von "Denar"); f, Fl., oder fl. für Florin bzw. Gulden; Gr. für Groschen, Sgr. für Silbergroschen; Thl. für Taler, Rthl. für Reichstaler; Xer für Kreuzer; $ für den Dollar, £ für das Pfund (Sterling), RM für Reichsmark, DM für Deutsche Mark und P für Pesetas.

Amulettmünzen

Meist als Anhänger getragene, gelochte oder gefasste Münzen oder Medaillen, deren Funktion darin bestand, vor Krankheiten, Gefahren, Dämonen, dem "bösen Blick" oder sonstigem Unheil zu schützen und auch Glück, Reichtum, körperliche oder geistige Unversehrtheit zu bringen oder bewahren zu können. Die Darstellungen und Inschriften der Amulettmünzen hatten meist religiösen Charakter. Neben Spezialanfertigungen und Kleinmünzen vorwiegend religiöser Münzherren mit Christus- oder Heiligendarstellungen dienten in der Neuzeit vor allem Madonnentaler, Georgstaler und Maria-Theresien-Taler als Amulettmünzen.

Avers

Bezeichnung für die Vorderseite einer Münze im Gegensatz zur Rückseite (Revers). Das französische Wort bedeutet "nach vorn gewandt". Die Vorderseite (Bild und/oder Schrift) ist gewöhnlich die Hauptseite der Münze. Die Numismatiker bezeichnen die durch den Unterstempel geprägte Seite als avers. In der numismatischen Literatur meist mit "av" oder "as" abgekürzt.

Britannia

Weibliche Personifikation von Britannien bzw. Großbritannien, die ursprünglich auf die römischen Kaiser Hadrian (117-138 n.Chr.) und Antoninus Pius (138-161 n.Chr.) zurückgeht. Der römischen Britannia ähnelt der Typ, der unter König Karl II. (1660-1685) auf neuzeitlichen Kupfermünzen (Halfpennies und Farthings) um 1672 eingeführt wurde. Er zeigt die weibliche Britannia sitzend mit Speer und Schild. Es geht das Gerücht, die moderne Darstellung sei nach Frances Stewart (Herzogin von Richmond), der Lieblingsmätresse des Königs, modelliert worden. Seitdem sind verschiedene Britannia-Typen entstanden, seit dem 19. Jh. ist Britannia häufig mit dem Dreizack dargestellt, Symbol der Seemacht Großbritanniens (siehe z.B. den britischen Handelsdollar, der die stehende Britannia zeigt). Nach der Einführung der Dezimalwährung 1971 wurde die Darstellung der Britannia bis heute auf dem siebeneckigen Stück zu 50 (New) Pence übernommen. Es zeigt die auf dem Schild von Großbritannien sitzende behelmte Britannia mit Dreizack und Zweig in den Händen, dahinter ein liegender Löwe.

Bullionmünzen

Bezeichnung für neue Platin-, Gold- oder Silbermünzen, die mit einem geringen Agio auf den Edelmetallwert gehandelt werden. Es handelt sich nicht um gesetzliche Zahlungsmittel eines Staates, sondern um den Absatz von Edelmetallen, die metallexportierende Länder privaten Geldanlegern bieten. Ein Teil des für den Export bestimmten Metalls wird sozusagen in Münzform verkleidet und den Anlegern auf dem Weltmarkt angeboten. Diese Münzen werden auch als Anlagemünzen bezeichnet und finden selten den Weg in gepflegte Münzsammlungen. Sie sind praktisch an die Stelle von Barrengeld getreten.

Cent

Kleines Münznominal der USA seit 1793, 100 Cent = 1 Dollar (lat. centum = hundert). Die Bezeichnung Cent wurde in den Währungsgebieten des Dollars als dessen Hundertstel übernommen, z.B. in Kanada, Australien und Neuseeland, wie auch in vielen Ländern des Sterlingblocks. Seit 1816 galt in den Niederlanden 100 Cents = 1 Gulden und der Cent wurde seitdem in den Währungsgebieten des Gulden übernommen. Cent bezeichnet auch die Unterteilung der künftigen europäischen Währung EURO (1 EURO = 100 Cent). Die erste unter der Autorität der Vereinigten Staaten von Amerika geprägte Cent-Münze war der Fugio Cent. Nachdem 1792 die Bezeichnung Cent als Hundertstel-Unterteilung der Währungseinheit der USA (Dollar) festgelegt worden war, wurde 1793 als erste reguläre Münze der neuen Dollar-Währung der kupferne Large Cent geprägt. In den Jahren 1793 bis 1857 (mit Ausnahme des Jahres 1815) wurden die großen Large Cents mit einem Durchmesser von 26 bis 29 mm ausgegeben. Ihr ursprüngliches Gewicht von 13,48 g fiel noch 1796 auf 10,98 g und 1808 auf 10,89 g. Es gab auch Halbstücke ( Half Cent). Durch das Gesetz von 1857 wurde mit der Aufgabe des Half Cent der unpopuläre Large Cent durch den kleineren und leichteren Small Cent im Gewicht von 4,67 (Durchmesser 19 mm) ersetzt. Das Gewicht des fünf Jahrzehnte lang (1859-1909) geprägten Typs Indian Head Cent fiel 1864 auf 3,11 g. In diesem Jahr wurde auch die Legierung von Kupfernickel zu Bronze geändert. In den Kriegsjahren 1943 bis 1945 wurde der seit 1909 geprägte Typ Lincoln Cent aus Kupfermangel in Stahl mit einem Zinküberzug ausgegeben. Im Jahr 1959 wurde die Rs. des Cents neu entworfen (Lincoln Memorial Cent). Zeitweise gab es doppelte (1864-1873) und dreifache Cents (1851-1872 in Silber, 1865-1889 in Kupfer-Nickel). Die 5-Cent-Werte siehe unter Half Dime und Nickel (2), die 10-Cent-Stücke unter Dime.

Crown

1. Englische Goldkrone, die im Jahr 1526 unter König Heinrich (Henry) VIII. (1509-1547) eingeführt wurde. Sie wurde nach ihrem Rückseitenbild - einer gekrönten Rose (Crown of the Rose) - benannt und mit 4 1/2 Shillings bewertet. Schon nach wenigen Monaten wurde sie von der Crown of the Double Rose abgelöst, die nach der Darstellung zweier übereinandergelegter Rosen, dem Zeichen des Hauses Tudor, benannt ist. Eine Besonderheit sind die drei Varianten der Initialen auf der Vs. der Münze: H - K, H - A und H - I, wobei H für die latinisierte Form von Heinrich (Henricus) steht, die anderen Initialen für Heinrichs erste drei Gattinnen: K für Katharina von Aragon (gestorben 1536), A für Anna Boleyn (Heirat 1533, hingerichtet 1536) und I für Jane Seymour (Heirat 1536, gestorben 1537). Für ihre Legierung wurde zum ersten Mal das 22-karätige Crown-Gold (916/1000 fein) verwendet, wie es ab der Mitte des 17. Jh.s für englische Goldmünzen üblich wurde. Auch der Wert von 5 Shillings für die Crown of the Double Rose wurde für spätere Typen beibehalten. Die letzte goldene Crown wurde 1662 in der Regierungszeit König Karls (Charles) II. (1660-1685) geschlagen. Es gab auch Halb- und Doppelstücke.

2. Die Silberkrone wurde 1551 als Pendant zum Taler im Wert von 5 Shillings in der Regierungszeit Eduards (Edwards) VI. (1547-1553) eingeführt. Die Vs. zeigt den reitenden König zu Pferd, die Rs. den Schild auf einem Kreuz. Die später typische Vs. mit dem Porträt des Königs bzw. der Königin stammt aus dem 17. Jh. Nach der Jh.mitte schuf der berühmte englische Graveur und Medailleur Thomas Simon die seltene Cromwell Crown (1656) und Petition Crown (1663), die zu den schönsten Porträt-Münzen Englands zählen. Künstlerisch besonders wertvoll ist das von Pistrucci für die nach ihm benannte Crown entworfene Rückseitenmotiv "St. George Slaying Dragon" (St. Georg tötet den Drachen), das sich bis heute auf vielen Sovereign-Serien findet. Seit Georg VI. (1936-1952) gab es nur noch Gedenkprägungen, z.B. Krönungs-, Hochzeits- oder Sterbemünzen, zuletzt die Churchill Crown von 1965, seit 1945 auch in Kupfer-Nickel-Legierung. Seit der späten Einführung der Dezimalwährung 1971 wurde das Münznominal in Großbritannien zusammen mit dem Shilling abgeschafft. Nur noch die Isle of Man ( Pearl Black Crown) und die Kronkolonie Gibraltar haben nach ihrer Umstellung auf das Dezimalsystem die Crown in Entsprechung zu den 25-Pence-Stücken beibehalten.



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